Ein großer und zwei kleine Hunde toben zusammen am Strand.

Muss mein Hund sich aufwärmen/dehnen?

Gerade nach dem Winter, bevor wir im Frühjahr wieder zu längeren Touren aufbrechen, fühlt sich unsere Muskulatur oft schlapp an. Die Kondition ist nicht da, wir werden schneller müde und fühlen uns überanstrengt. Genau so ist es, wenn wir die ganze Woche viel gearbeitet haben und erst am Wochenende dazu kommen, eine schöne lange Wanderung mit unserem Hund zu machen. Oder wenn unser Alltag stressig ist und wir den Urlaub nutzen, um auf längeren Touren Neues zu entdecken. Unserem Hund geht es genauso. Auch seine Muskulatur, seine Bänder und Sehnen sind möglicherweise noch im Ruhemodus.Was können wir tun, um Überforderungs- und damit Verletzungsrisiken so gering wie möglich zu halten

„Auf kleinen Fall aus dem Auto springen und sofort einen steilen Aufstieg in Angriff nehmen“, sagt Stephanie Rothin. „Lieber – und vor allem nach einer längeren Autofahrt – vor Ort kleine Aufwärmübungen machen.“ So kannst du beispielsweise mit deinem Hund kleine Kreise laufen, ihn über niedrige Hindernisse springen lassen oder ihn langsam durch einen Slalomparcours führen. Eventuell ein kleines Suchspiel, das Bewegung in gemütlichem Tempo ermöglicht. Und wer es richtig gut meint, gönnt seinem Hund erst mal eine ausgiebige Massage, die vor alle die kräftige Muskulatur der Hinterläufe mit einbezieht. Denn auch die Muskeln deines Hundes müssen erst auf Betriebstemperatur gebracht werden. Ein nicht bewegter und damit kalter Muskel erhöht das Verletzungsrisiko. Zerrungen und verspannte Muskeln sind auch für deinen Hund äußerst schmerzhaft, reduzieren seine Bewegungsfreude und damit die Lust am gemeinsamen Spaziergang. „Und wenn der Hund sich erst mal richtig strecken will, sollte man ihn das in aller Ruhe tun lassen“, empfiehlt Steffi Rothin. Denn gerade nach langen Pausen und langem Sitzen sind die Muskeln verkürzt, das Dehnen hilft ihnen zu mehr Leistungsfähigkeit und reduziert Probleme wie Verspannungen im Bewegungsapparat.

Tierärztin Dr. Stephanie Rothin mit Pferd und Hund

Dr. Stephanie Rothin ist Tierärztin aus München. Nach Examen und Promotion hat sie sich intensiv mit integrativen Therapiemöglichkeiten beschäftigt. Durch ihr Studium und ihre ergänzende Ausbildung an der International Academy of Veterinary Chiropractic ist sie spezialisiert auf Erkrankungen des Bewegungsapparats und deren schonende Behandlung.

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