Ein kleiner Hund trägt motiviert eine rote Tasche im Maul.

Was gehört in die Erste-Hilfe-Ausrüstung für unterwegs?

Für uns selbst können wir bei ausgedehnten Wanderungen ausreichend Vorsorge treffen. Ein Pflaster gegen Blasen, vielleicht ein kleiner Verband falls man sich stößt oder stürzt. Aber was muss eigentlich für den Hund immer mit dabei sein? Viele Menschen haben gefühlt eine halbe Apotheke dabei. Aber mit Medikamenten und Utensilien für langfristige Behandlungen beschwert man meist nur den Rucksack. Ausgenommen natürlich Medikamente, die ein Hund regelmäßig braucht.

Tierärztin Stephanie Rothin hält drei Dinge für unentbehrlich:

1 Verbandswatte
2 Sterile Wundauflagen
3 Selbstklebende Binde

All das bekommst du in der Apotheke um die Ecke. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, nimm noch einen passenden Pfotenüberzug mit, der kann bei Verletzungen an den Pfoten den Druck etwas mindern.

Mit diesen wenigen Utensilien kannst du einen (Pfoten)Verband anlegen und so zumindest die Heimkehr oder den Weg zum nächsten Tierarzt sichern. Gegebenenfalls solltest du eine Wunde von grobem Schmutz befreien und vielleicht mit klarem Wasser ausspülen. Aber bitte keine Desinfektionsmittel oder Salben auftragen. Falls der Tierarzt nähen muss, muss er diese Dinge erst mühsam wieder entfernen.

Auch wenn es dir schwer fällt, wie bei jedem Unfall gilt auch beim Unfall mit dem eigenen Hund: vor allem Ruhe bewahren. Je aufgeregter du bist, desto nervöser wird dein Hund. Also versuche dir erst mal einen Überblick zu verschaffen. Wo tut es weh, wo blutet es möglicherweise. Das ist mit dem vielen Adrenalin und dem vielen Fell manchmal gar nicht so leicht festzustellen. Wenn es gar nicht mehr weiter geht und dein Hund zu groß ist, um ihn auf dem Arm zu tragen, such dir etwas, das du als Tragetuch benutzen kannst. Deine Jacke, deine Picknickdecke… Und scheu nicht davor zurück, andere um Hilfe zu bitten.

Tierärztin Dr. Stephanie Rothin mit Pferd und Hund

Dr. Stephanie Rothin ist Tierärztin aus München. Nach Examen und Promotion hat sie sich intensiv mit integrativen Therapiemöglichkeiten beschäftigt. Durch ihr Studium und ihre ergänzende Ausbildung an der International Academy of Veterinary Chiropractic ist sie spezialisiert auf Erkrankungen des Bewegungsapparats und deren schonende Behandlung.

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