Europa:Top-Ziele für Urlaub mit Hund am Meer

Urlaub mit Hund am Meer – für viele von uns ist das der Inbegriff von erholsamen Ferien. Planschen, baden, toben, chillen, auftanken. Und die große Weite genießen. Und die große Auswahl. Sand- oder Kieselstrand, Wattenmeer oder immer Meer ohne Ebbe. Wir lieben diese Vielfalt. Bei der Wahl unseres Urlaubsziels geben vor allem zwei Kriterien den Ausschlag. Wir wollen uns mit Hund in der Region willkommen fühlen. Und: Wir wollen auch das Hinterland mit Hund durchstreifen, reizvolle Landschaften und Orte entdecken. Und natürlich soll auch dort, in den Gassen und Cafés, unser Hund nicht als unangenehmes Anhängsel empfunden werden.

Hier eine Auswahl unserer Lieblingsziele, die diesen Kriterien entsprechen. Natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Aber mit dem Versprechen, diese Liste fortlaufend zu ergänzen. 😊 Habt ihr Tipps? Wir freuen uns sehr. Einfach eine Mail an: kontakt@gassi-guide.de.

Deutschland, Ost- und Nordsee

Chillen am Watt in Dorum-Neufeld

In der Regel gilt an deutschen Hundestränden keine Leinenpflicht, und außerhalb der Saison (Mitte Mai bis Ende September) sind alle Strände auch mit Hund frei zugänglich. Ausnahmen sind hier zum Beispiel die Küsten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Auch im tiefsten Winter muss hier der Hund an die Leine.

Unsere Lieblingsregionen an der deutschen Küste sind

Stettiner Haff:
Schilfbestandene Ufer, feinsandige Hundestrände und etliche Naturstrände am Waldrand. Auch in der Saison findest du hier Ruhe und fast menschenleere Landschaften. Mit Seeadlern.

Usedom:
Landschaftlich mit dem Stettiner Haff zu vergleichen. Dafür gibt es eine Steilküste, längere Strandabschnitte mit feinem Sand, außerdem viele Cafés und Restaurants, manche in historischen Gemäuern. Dafür in der Saison deutlich trubeliger.

Eckernförde und die Schlei:
Viele Hundestrände, von feinsandig bis Kiesel, ein wunderschöner Naturstrand auf dem Dänischen Wohld. Idylle am Schleifjord mit uralten Fischerkaten, lebendige Lässigkeit in den Hafenstädten Eckernförde und Kappeln. Sehr abwechslungsreich.

Dorum-Neufeld:
ein kleines Hundeparadies inmitten des (mit gutem Grund) streng reglementierten Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer.

All unsere Lieblingsziele mit Hund am Meer in Deutschland im Überblick mit mehr Details und Fotos findest du hier.

Holland: Zeeland

Am Strand von Zoutelande

Die Provinz Zeeland liegt im Südwesten der Niederlande und besteht aus sechs Inseln und Halbinseln, die du alle auch mit dem Auto erreichst. Hier ist das Meer nie weit, die breiten Sandstrände mit ordentlich Brandung und gemütlichen Standbuden verlieren sich ins Unendliche. Dahinter findest du Dünen, große Waldgebiete, Yacht- und Fischereihäfen, schnuckelige Dörfer, etliche davon mit Windmühlen. Außerdem gibt es etliche malerische Kleinstädte wie Veere, Brouwershaven oder Burgh Haamstede mit historischen Fassaden, Museen, reizenden Geschäften, gemütlichen Cafés und Restaurants. Und sogar Weitblick gibt’s hier, nämlich in Zoutelande vom höchsten Dünenkamm der pfannkuchenplatten Niederlande.

Strandregeln:
Es gibt wenige ausgewiesene Hundestrände. An diesen gilt keine Leinenpflicht. Auch an den meisten anderen Stränden dürfen Hunde dabei sein. Allerdings muss dein Vierbeiner in der Saison von Mai bis September dort in der Regel zwischen 10 und 19 Uhr an die Leine. An manchen Badestränden sind Hunde in der Saison generell verboten.

Lieblingsreisezeit:
In der Saison, vor allem während der nordrhein-westfälischen Sommerferien, sind Strände und Städtchen sehr voll. Trotzdem lohnt es sich auch dann zu kommen. Wir reisen am liebsten von Oktober bis April hierher, auch sehr gerne über Weihnachten und Neujahr. Dicke Jacke an und endlos lang am Strand spazieren. Wunderbar. Mehr Infos zum Urlaub mit Hund in Zeeland nebst Top-Touren findest du in unserer Urlaubsinspiration Zeeland.

Frankreich: Côte d'Opale

Frankreichs Atlantikküste bietet viele schöne Spots für Urlaub mit Hund. Besonders gut hat es uns an der Opalküste gefallen. Sie liegt ganz hoch oben im Norden, am Ärmelkanal, zwischen Dunkerque im Norden und der Mündung der Somme im Süden. Ihren Namen verdankt dieser Küstenstreifen der blau-grünen Färbung des Wassers. Genauso wie auf der anderen, der britischen Seite, gibt es hier weiße Kreidefelsen, die steil zum Meer abfallen. Besonders imposant: die graue und die weiße Nase, Cap Griz Nez und Cap Blanc Nez. Auf schmalen, weichen Pfaden lässt es sich hier wunderbar mit Vierbeiner und Weitblick über dem Wasser wandern. Zur einen Seite Felder, Weiden und Wildblumen, zur anderen Seite Strand, Meer und Englands Küste. Oben und drunten am Wasser stoßen wir immer wieder auf Spuren des Zweiten Weltkriegs, Bunker und Wallanlagen der deutschen Besatzer, außerdem Denkmäler und Leuchttürme.

Die Strände sind breit und schier endlos, bestückt mit Felsbrocken, zwischen denen dein Hund bei Ebbe viel Interessantes zum Schnuppern und Stöbern findet. Noch als Geheimtipp gilt die Bucht von Équihen-Plage nahe des deutlich bekannteren Audresselles. Sie ist nur bei Ebbe erreichbar. Hier fühlen sich nicht nur Hunde, sondern auch Kegelrobben und sogar Delfine, Grind- und Schwertwale wohl. Die Opalküste – ideal für alle Zwei- und Vierbeiner, die es rauher, grün und geschichtsträchtig lieben. Besonders schön für Camper, denn hier gibt es zahlreiche hundefreundliche Campingplätze und Wohnmobilstellplätze, etliche davon mit Meerblick.

Strandregeln:
Anfang Juli bis Anfang September macht ganz Frankreich Sommerferien. In dieser Hauptbadesaison gilt an fast allen (bewirtschafteten) Stränden, nicht nur an der Opalküste, Leinenpflicht, abschnittsweise und hier vor allem rund um die Seebäder dürfen Hunde den Strand nicht einmal betreten. Weit außerhalb der Saison wird die Leinenpflicht vielerorts aufgehoben oder einfach nicht mehr kontrolliert.

Lieblingsreisezeit:
Ganz klar tief im Herbst. Hier erwischst du noch immer etliche Sonnentage – und du merkst keinen Unterschied mehr zwischen Hundestrand und „Nur-Menschenstrand“. Jedenfalls ist uns an der Opalküste kein Unterschied aufgefallen. Am Wasser sind uns ohnehin nur hier und da ein paar Strandläufer begegnet. Und die Hundebesitzer darunter haben ihre Vierbeiner überwiegend freilaufen lassen.

Unsere Lieblingstouren im Herbst an der Opalküste:

Italien, Toskana: Etruskische Riviera

„Costa degli Etruschi“, die Etruskische Riviera – das klingt doch bereits verheißungsvoll. Und diesem Klang entspricht auch die Etruskische Küste. Du findest sie zwischen Livorno und Piombino, an der Westküste der Toskana. Hier gibt es endlos lange und breite Sandstrände, dazwischen immer wieder Steilküsten mit kleinen Buchten und schließlich den großen Golfo di Baratti. Am Horizont zeigen sich dir die Inseln Elba, Capraia, bei gutem Wetter Korsika. Die großen, manchmal sogar fast liebevoll angelegten Hundestrände liegen vielfach in Bestlage, oft angeschmiegt an windgebeugte Pinien, Kiefern, Steineichen und Wacholder, die sich fast bis zur Wasserlinie ziehen. Zu den für uns großartigsten Hundestränden, die von Cecina und Marina di Bibbona, laufen du und dein Kumpel durch einen der schönsten Wälder Italiens, das Naturschutzgebiet Riserva Naturale Tomboli di Cecina (manchmal auch „Tombolo di Cecina“).

Wunderschöne mediterrane Macchia-Wälder mit Stachelschweinen erwarten dich im Hinterland, dazu typisch toskanische Landschaften und, an die Hügelkuppen geklebt, Orte, die schon vor vielen hundert Jahren kaum anders aussahen als heute. Was sich hier jedoch in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert hat: die Einstellung zum Hund. Vierbeiner gehören überall wie selbstverständlich dazu. Und etliche Cafés werben offensiv mit dem Schlagwort „dogfriendly“.

Ach ja: Ihren Namen verdankt die geschichtsträchtige Etruskische Küste übrigens den vielen Funden aus der Etruskerzeit, die man hier aus dem Meer gefischt hat.

Strandregeln:
In der Badesaison von Mai bis September und stellenweise darüber hinaus sind Hundebesitzer auf die glücklicherweise vielen tollen (bewirtschafteten) Hundestrände angewiesen, die wenigen Naturstrände in kleinen Buchten sind meist nur vom Wasser aus zu erreichen. An den Hundestränden kann sich dein Vierbeiner in der Regel frei bewegen. Zu den Ausnahmen gehört der besonders breite und feinsandige Hundestrand des Badeorts Marina di Castagneto. Hier gilt Leinenpflicht. Selbst im Oktober, also deutlich nach dem Ende von Badesaison und Liegestuhlverleih, haben sich die Hundeleute dort, am fast menschenleeren Strand, an die Leinenpflicht gehalten.

Lieblingsreisezeit:
Wer auf die Sommerferien angewiesen ist, kann hier tolle Badeferien mit Hund verbringen. Auch wenn es hier ziemlich voll ist. Denn auch die Einheimischen lieben die Etruskische Riviera. Unsere liebste Reisezeit: Frühling. Milde Temperaturen, Wildblumenmeere, große Ruhe, auch in den Wäldern, da noch keine Jagdzeit ist.

Mehr Infos zum Urlaub mit Hund an der Etruskischen Küste der Toskana findest du in unserer Urlaubs-Inspiration.

Kroatien/Slowenien: Halbinsel Istrien

An der nördlichen Adria, zwischen dem Golf von Triest und der Kvarner Bucht, schiebt sich die Halbinsel Istrien weit hinein ins Meer. Hier findest du keine Sandstrände, sondern solche mit Kieseln und Fels – und so vieles mehr, was dich den Sand nicht vermissen lässt. Unfassbar glasklares und viele Monate warmes Wasser, Kiefern-beschirmte Küsten, dunkelgrüne Wiesen, weite Flächen voller Weinreben in allen Grünschattierungen, rotes Ackerland. Dazwischen geschichtsträchtige Orte, in der auch die Jahre unter venezianischer und österreichischer Herrschaft in Architektur und Gastronomie einen grandiosen Mix hinterlassen haben. Der größte Teil der Insel gehört zu Kroatien, einer kleiner Küstenabschnitt um den bekannten Badeort Piran zu Slowenien. Hundefreundlichkeit wird hüben wie drüben groß geschrieben.

Überall findest du Hundestrände in sehr guten Lagen, in der auch und gerade die Einheimischen mit ihren Hunden begeistert und ausdauernd schwimmen. In der für unsere Begriffe schönsten Hafenstadt Istriens, in Rovinj, ist die Hundedichte besonders hoch. Treffpunkt für alle Zweibeiner mit Vierbeinern ist das Cafe XL auf dem ehemaligen Friedhof unter der Kirche der heiligen Euphemia. Natürlich mit Meerblick.

Lieblingstouren am Meer und im Hinterland:

Im Hinterland hat der Wandertourismus erst begonnen. Die Wege sind oft steinig, nach Regengüssen ausgewaschen. Meist nicht so toll mit Hund. Der Ucka-Nationalpark zählt hier zu den Ausnahmen. Unbedingt lohnend: eine Wanderung auf weichen Waldwegen hinauf auf den höchsten Gipfel Istriens – den rund 1.400 Meter hohen Vojak. Wahnsinnsblick über die Inseln der Kvarner Bucht.

Istrien bietet eine Riesenauswahl von Unterkünften, in denen Hunde willkommen sind, von schicken Ferienhäusern mit Pool bis zu vielen tollen Campingplätzen direkt am Meer mit Hundestrand. Unser Lieblingscampingplatz in gassi-gerechter Umgebung ist Camping Savudrija nahe Umag. Mit dem ältesten Leuchtturm der Adria.

Strandregeln:
An den zahlreichen Hundestränden Istriens gilt in der Regel keine Leinenpflicht. Hinzu kommen viele unbewirtschaftete „wilde“ Naturstrände, an denen dein Hund auch nicht an die Leine muss. Außerhalb der Saison ist’s hier meist menschenleer.

Lieblingsreisezeit:
rund ums Jahr.

Mehr Infos, Tourentipps und tolle Spots für Hundemenschen auf Istrien und den Inseln der Kvarner Bucht findest du in unserer Urlaubs-Inspiration zur Region.

Kroatien: Dalmatien

Die Dalmatinische Küste umfasst die Ostküste des Adriatischen Meeres in Kroatien südlich der Kvarner Bucht bis zur Bucht von Kotor mit den vorgelagerten Inseln. Satte 400 Küstenkilometer, an die sich unzählige unbekannte und bekannte Orte wie Zadar, Nin und Split mit römischem und venezianischem Erbe reihen. Im Hinterland: Berge, Wasserfälle, tiefe Schluchten – beeindruckende Landschaften, die in vielen Naturparks geschützt werden. Die Region ist riesig und abwechslungsreich, und natürlich haben wir längst nicht alles gesehen. Was wir aber von Nord bis Süd erlebt haben: Wir haben uns mit Hund – ehrlich gesagt: ganz gegen unsere Erwartung – überall willkommen gefühlt. Das gilt sogar für die Megatouristenmetropole Dubrovnik. Selbst beim Rundgang auf der historischen Stadtmauer durfte unsere große Hanni dabei sein.

Natürlich gibt es auch in Dalmatien Strandabschnitte in touristischen Hochburgen, die für Hunde gesperrt sind. Aber: Viele Orte und Campingplätze, die am Meer liegen, weisen extra Hundestrände aus und das oft an tollen Plätzen. Und dann gibt es noch die vielen „wilden“ Strände in abgelegenen Buchten, die alle Freiheiten bieten. Außerdem: Um Zadar und Nin finden sich recht viele der in Kroatien so seltenen Sandstrände, die in der Badesaison freilich richtig voll sind.

Für das Hinterland sollten Mensch und Hund ein wenig Kondition mitbringen – und im Zweifelsfall Pfotenschuhe. Denn gerade an der Omis Riviera und der Makarska Riviera seid ihr oft auf steinig-karstigen und recht steilen Wegen unterwegs. Trotzdem: Einen Ausflug zum Beispiel auf die Ruine Fortica in Omis oder den Aussichtspunkt Vidikovak Kamenjak im Naturpark Vransko Jezzero bei Pacostane lohnen sich unbedingt.

Unsere Lieblingstouren im dalmatischen Hinterland:

Strandregeln:
Auch in Dalmatien sind für dich und deinen Freund viele tolle Hundestrände vorgesehen, an denen in der Regel keine Leinenpflicht gilt. In Dalmatien findest du außerdem sehr viele „wilde“ Naturstrände, an denen sich dein Hund frei bewegen kann.

Lieblingsreisezeit:
Rund ums Jahr, natürlich am liebsten außerhalb der Sommerferien.
Mehr Infos, Tourentipps und besondere Orte für Urlaub mit Hund in Dalmatien findest du hier und hier.

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