Insel Fur, Jütland / Dänemark: Rundwanderung Hügel, Steilküste und Strand
Diese ausgedehnte Runde auf der kleinen Insel Fur im Limfjord bietet uns jede Menge Abwechslung und immer wieder neue Perspektiven auf das Wasser und die Steilküste. Mal blicken wir von oben über die Abbruchkanten hinunter aufs Meer, mal ragen die Felsen vom Strand aus über uns auf. Ihre bizarren Schichtungen leuchten in allen Nuancen von Kastanienbraun bis Lindgrün. Dazwischen wandern wir über sattgrüne Hügel und durch lichte Laubwälder. Traumschön – für uns und unseren Hund. 🐾
Der Limfjord mit seinen Inseln ist ein großartiges Wanderrevier. Fur bietet uns außerdem eine geologischen Besonderheit, die weltweit ihresgleichen sucht. Die Steilküsten im Norden der Insel geben Einblicke in eine längst vergangene Welt: Vor rund 55 Millionen Jahren lag hier der Meeresboden, auf dem sich die Überreste winziger Kieselalgen ablagerten. Aus ihnen entstand zusammen mit weiteren Sedimenten der sogenannte Moler, ein feinkörniges Gestein, das von dunklen Schichten vulkanischer Asche durchzogen ist. Später pressten die Gletscher der Eiszeit die ursprünglich flach liegenden Ablagerungen zu eindrucksvollen Falten und Schollen zusammen. So entstand die außergewöhnliche Hügellandschaft, die Fur heute prägt.
Besonders eindrucksvoll erleben wir dieses Kapitel Erdgeschichte an der Knudeklint, einer der markantesten Moler-Steilküsten der Insel. Die hellen Gesteinsschichten und dunklen Aschebänder sind nicht nur faszinierend anzusehen, sondern bewahren auch außergewöhnlich gut erhaltene Fossilien. Fische, Schildkröten, Vögel, Insekten und Pflanzen erzählen davon, wie das Leben auf der Erde nach dem großen Massenaussterben am Ende der Kreidezeit weiterging. Seit dem 25. Juli 2026 gehört die Knudeklint gemeinsam mit der Hanklit auf der Nachbarinsel Mors zum UNESCO-Welterbe. Ziemlich beeindruckend! Und wir laufen direkt dran vorbei.
🪧 Orientierung: Wir folgen wechselnden Wegweisern. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, orientiert sich am GPX-Track.
⚠️⛴️ Anreise: Der Startpunkt unserer Tour liegt auf Fur, das wir mit der (Auto-)Fähre erreichen. Die Überfahrt ist unkompliziert: Die Fähre verbindet die Insel ganzjährig mit Branden auf dem Festland, tagsüber in der Regel alle 15 Minuten, am Abend und in der Nacht in größeren Abständen. Wir waren im Oktober hier und mussten für die Überfahrt mit unserem Wohnmobil nichts bezahlen. 🥰
🐕🦺 Wichtig für Hundemenschen: Auf den Wanderwegen gilt Leinenpflicht. Wer mit einem Hund unterwegs ist, der auf den Wegen bleibt, kommt mit einer Schleppleine prima klar. Am Strand dürfen Hunde von Oktober bis Ende März freilaufen.
🥾🐾 Unter Füßen und Pfoten: Wir sind überwiegend auf Sand-, Wiesen- und Waldpfaden unterwegs. Dazwischen geht es über geschotterte Wirtschaftswege und geteerte Anwohnersträßchen, auf denen uns stundenlang kein Auto begegnet.
🗺️ Wegbeschreibung: Ausgangspunkt unserer Tour ist der kleine Parkplatz Rødstenen mit Infotafel am Waldrand. Die Zufahrt erfolgt durch den Steinbruch.
Vom Parkplatz folgen wir dem Schottersträßchen ein paar Meter bergab und biegen bei den Wegweisern (zwei Holzpfosten) links auf einen Grasweg ab. Dieser führt bald bergab zu einem schönen Biwakplatz mit Grillstelle. Wir queren die Wiese nach links und steigen auf der gegenüberliegenden Seite auf einem Grasweg wieder bergauf. Hinter dem Zaundurchlass (Gatter wegen der Weidetiere schließen) halten wir uns links. Durch Wiesen und Weiden gelangen wir zu einer Kreuzung von Schotterwegen. Dort biegen wir links ab und orientieren uns jetzt an den weißen Markierungen.
Der Schotterweg führt an einem schön renovierten ehemaligen Fischergehöft vorbei und anschließend am Waldrand entlang in eine Senke. Danach geht es wieder bergauf. Oben erreichen wir einen Querweg, der in einen Parkplatz mündet. Wir halten uns rechts und folgen dem Weg ein kurzes Stück.
Noch vor dem Parkplatz verlassen wir den Weg in einem spitzen Winkel nach rechts und folgen einem unscheinbaren Wiesenpfad. Zunächst scheint es, als wollte der uns wieder auf unseren Hinweg leiten. Doch der Pfad zieht bald leicht nach links. Wir laufen bergab, links säumen Bäume und ein Zaun unseren Weg. Es geht vorbei an einer kleinen Wallanlage. Anschließend steigt der Weg am Waldrand wieder an und führt hinauf zu einer Wiese. Wir queren sie bergauf, weiterhin den weißen Markierungen folgend, und halten uns vor dem Zaun am Waldrand rechts.
Vor uns liegen nun Ferienhäuser am gegenüberliegenden Hang. Noch bevor wir die Talsohle erreichen, schwenkt unser Weg nach rechts leicht bergan und wieder zu einem Gatter. Dahinter führt der Pfad kurz durch den Wald, dann über eine Wiese bergab und wieder in den Wald hinein. Direkt neben einem Steg biegen wir links auf einen Pfad ab.
Bald öffnet sich der Wald und wir erreichen weite, offene Wiesen. Wir folgen dem Grasweg nach rechts, passieren zwei Drehkreuze und erreichen einen Schotterweg. Auf diesem halten wir uns links, bis wir auf einen weiteren Schotterweg treffen, in den wir nach rechts einbiegen.
So kommen wir zum Campingplatz Rakilde. Vor einer Infotafel wenden wir uns nach rechts. Ab hier folgen wir den roten Markierungen. Der Weg führt leicht bergab. Hinter einer Baumreihe halten wir uns links und passieren einen Wohnmobilstellplatz, davor einige Biwakhütten. Bei einer weiteren Infotafel gehen wir in den Wald hinein. Der Pfad schlängelt sich durch einen lichten Birkenwald und führt an einer schilfbestandenen Wasserfläche vorbei.
An einer Weggabelung biegen wir rechts ab. Wir verlassen den Wald und wandern auf einem Wiesenweg durch Felder und Weiden. Nach einem zweimaligen Richtungswechsel nach links und rechts stoßen wir bei einigen Gebäuden auf einen Schotterweg. Hier halten wir uns links. Am nächsten Schotterweg folgen wir dem roten Dreieck nach rechts.
Wir passieren einen Parkplatz und biegen noch vor der herrschaftlich beflaggten Einfahrt zum Restaurant Fur Bryghus links auf einen schmalen Pfad ab. Nach wenigen Schritten halten wir uns rechts und erreichen den Strand des Limfjords.
Am Strand gehen wir nach rechts. Mal laufen wir über den Sand, mal über einen schönen Grasweg, der links und rechts von Wildrosen gesäumt ist. Schließlich wird die Küste steiler. Unser Wanderweg bringt uns den Hang hinauf. Nun folgen wir dem rot markierten Pfad entlang der Hangkante, mal über offenes Gelände, mal durch lichten Wald. An rutschigen Stellen helfen uns Seile sicher hinab. Schließlich verliert der schöne Pfad an Höhe und führt uns – vorbei an einem kleinen rot-weißen Leuchtturm – hinab zum Meer.
Wir könnten nun auf einem Weg parallel zum Strand weiterlaufen. Da dieser jedoch stark überwuchert ist, wechseln wir hier auf den Strand. Wir gehen geradeaus weiter, rechts von der noch flachen Küste begleitet uns ein schöner Küstenwald. Bald steigt die Küste wieder an, rechts von uns ragen erneut Felswände auf. Wir passieren eine dunkelrote Sandsteinklippe, Den Røde Sten.
Kurz darauf flacht die Steilküste wieder ab. In einer lang gezogenen Bucht zeigt sich uns ein deutlicher Einschnitt. Ein Pfad mit Treppen windet sich dort zwischen steilen Hügeln bergauf. Wir folgen ihm.
Oben angekommen, halten wir uns unmittelbar hinter einem Wegweiser und vor dem Parkplatz rechts. Nun folgen wir der gelben Markierung an einem Weidezaun entlang. Weiter geht es an der Hangkante ein Stück in die Richtung, aus der wir gekommen sind. Hinter der Weide verlassen wir die Hangkante und folgen der gelben Route nach links.
Wir biegen links in den Weg ein, der von rechts kommend von der Steilküste herabführt. Hinter einem Drehkreuz geht es rechts ab. Nun folgen wir dem Pfad, der uns nach links und bergauf führen. Wir überqueren eine Kuppe und erreichen, leicht nach rechts haltend, bald ein weiteres Drehgatter. Kurz dahinter erwartet uns der Rødsten. Vor dem Felsen knickt unser Pfad am Waldrand nach rechts ab. Über eine Treppe zu unserer Linken gelangen wir schließlich zurück zum Parkplatz.
- Sommer/Herbst
- Winter/Frühling
- Einkehr möglich
- kostenlose Parkplätze
- (Überwiegend) Leinenpflicht

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