Ausflüge mit Hund auf der Schwäbischen Alb
In unserem Freundes- und angeheirateten Familienkreis finden sich viele Schwäbinnen und Schwaben. Was für ein Glück! Denn ohne diese Menschen hätten wir sicherlich nicht so viele superleckere Linsengerichte ausprobiert. Und wir hätten die Schwäbische Alb sicher nicht als Ausflugsziel entdeckt – und unheimlich viel verpasst. 🐶🤩
Für uns und unsere Hunde gehört die Region zwischen Albtrauf, Donautal und Lonetal zu den abwechslungsreichsten und schönsten Gebieten fürs Wandern und Entdecken in Deutschland. Auf engstem Raum bietet sich uns hier sehr viel Abwechslung: Wacholderheiden und bizarre Felsformationen wie im Wental oder im Eselsburger Tal, hochherrschaftliche Burgen und Schlösser wie Burg Hohenzollern und Schloss Lichtenstein, prähistorische Wohnstätten wie die Vogelherdhöhle und schließlich fast schon magische Gewässer wie der Uracher Wasserfall, die Große Lauter oder der Blautopf, der es als Insta-Spot weltweit zu einer gewissen Berühmtheit gebracht hat. Vielerorts zeigt sich die Schwäbische Alb so faszinierend wie am Blautopf – aber deutlich weniger überlaufen. Auch deshalb kommen wie mit unseren Hunden (und schwäbischen Freund*innen 🥰) immer wieder.
Unsere schönsten Wanderungen, Ausflugsziele und Lieblingsorte mit Hund auf der Schwäbischen Alb haben wir hier für euch zusammengestellt.
Warum die Schwäbische Alb perfekt für Wanderungen mit Hund ist

Die Schwäbische Alb ist für uns eine dieser Regionen, die immer wieder überraschen. Die Landschaft bietet eine Vielfalt, wie wir sie auf engem Raum so nur selten finden. Zudem erwartet uns hier viel Aussicht und Weitblick – bei erstaunlich wenig Anstrengung.
Was uns außerdem begeistert: In fast allen Teilregionen der Alb haben sich die Verantwortlichen viel Mühe gegeben und eine beeindruckende Dichte an Premiumwanderwegen eingerichtet. Der große Vorteil dieser zertifizierten Routen: Du kannst ziemlich sicher sein, dass sie überwiegend auf naturnahen Wegen verlaufen – schmale Wald- und Wiesenpfade, wie sie unsere Hunde lieben. 🐶🥾
Natürlich gehören auch die typischen, meist mit Feinschotter befestigten Wanderwege und asphaltierten Wirtschaftswege dazu, die von der Landwirtschaft genutzt werden. Aber auch die haben manchmal ihre Vorteile. Gerade in der Übergangszeit, wenn viele Wege im Matsch versinken, bleiben hier die Füße trocken – und der Hund saut sich nicht komplett ein. 😏Links und Rechts des Wegs gibt es für unseren Vierbeiner meist trotzdem genug Grün zum Schnuppern und Erkunden.
Besonders ideal ist die Schwäbische Alb …
- in der Übergangszeit: Für uns ist die Region ein perfektes Ziel zwischen den Jahreszeiten. Wenn in den (Vor-)Alpen noch Schnee oder Schneereste liegen, fahren wir oft lieber auf die Alb. Hier überrascht dich normalerweise kein Schneefeld, das unangenehm werden kann (nasse Füße, Hund sinkt ein), im Zweifel sogar gefährlich.
- für junge Hunde: Mit ihren moderaten Steigungen und manchmal fast alpin anmutenden Pfaden ist die Alb ein ideales Trainingsgelände für angehende Berghunde. Natürlich gibt es auch hier steile Abbruchkanten, die für Hunde riskant sein können, aber diese Stellen lassen sich meist gut umgehen. Unseren Amos, der körperlich früh fit war, dem aber noch etwas Konzentration fehlte, haben wir auf der Alb auf die Alpen vorbereitet – und dabei unheimlich viel Sehenswertes entdeckt.
- für sehr alte oder gehandicapte Hunde: Als unsere hochbetagte Hanni mit 14, 15, 16 Jahren keine Kraft mehr für echte Bergtouren hatte, haben wir auf der Schwäbischen Alb immer noch passende Wander- und Spazierstrecken für sie gefunden. Viele davon boten viel Aussicht (Hanni liebte Aussicht) bei wenig Anstrengung wie zum Beispiel die Tour auf den Messelstein.

Vom Aussichtspunkt auf den Rötelsteinen geht der Blick tief hinein ins Lautertal bis zu den Kaiserbergen.
Tatsächlich gibt es auf der Alb viele Naturschutzgebiete, in denen Leinenpflicht gilt. Die entsprechenden Bereiche sind meist gut ausgeschildert. Man weiß also, woran man ist. Und weil die Wanderwege, abgesehen von einigen bekannten Hotspots, oft angenehm ruhig sind, kommt man vielerorts auch mit einer Schleppleine gut zurecht, vorausgesetzt, der Hund bleibt mit seinen Menschen zuverlässig auf dem Weg.

Mit Schleppleine kommt man oft gut wie klar wie hier beim Aufstieg auf Burg Teck.
So lässt sich dem Vierbeiner zumindest ein bisschen Bewegungsfreiheit bieten. 🐕
Die schönsten Wanderregionen der Schwäbischen Alb

Felsenmeer im Wental
Als wir die Schwäbische Alb das erste Mal besuchen wollten, dachten wir noch, die Region ließe sich an einem langen Wochenende im Wesentlichen erkunden. Von wegen.
Schwäbische Alb: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
Ausdehnung
Die Alb erstreckt sich über etwa 200 Kilometer Länge vom Nördlinger Ries im Nordosten bis in die Gegend des Hochrheins bei Schaffhausen. Das Mittelgebirge umfasst rund 5.400 Quadratkilometer Fläche. Damit nimmt die Alb ungefähr ein Siebtel der Fläche Baden-Württembergs ein.
Typische Landschaftsform
Charakteristisch ist der Albtrauf, eine markante Geländestufe, an der das Mittelgebirge steil aus dem Vorland ansteigt. Dahinter liegt eine wellige Hochfläche, die nach Süden allmählich zur Donau hin abfällt.
Entstehung
Die Gesteine der Alb entstanden vor etwa 200–150 Millionen Jahren in einem warmen Urmeer. Die dort abgelagerten Kalksedimente verfestigten sich später zu mächtigen Kalksteinschichten.
Karstlandschaft
Weil Kalkstein leicht löslich ist, hat Wasser die Landschaft stark geformt. Typisch sind Dolinen (Vertiefungen im Erdboden, die oft als Wasserabfluss dienen), Trockentäler, unterirdische Wasserläufe – und vor allem sehr viele Höhlen.
Besonderheit
Mit mehreren tausend bekannten Höhlen gehört die Schwäbische Alb zu den höhlenreichsten Karstlandschaften Europas.
Wir haben die Alb in landschaftlich zusammenhängende Teilstücke zerlegt. Sie decken die Alb von Nord über Mitte, Süd bis in den Osten ab. Jeder dieser Landschaftsräume punktet mit eigenen Besonderheiten – und ist jeweils ein langes Wochenende mit Hund wert. Mindestens! 🤩🌟

Albtrauf bei Teck & Göppingen
Diese Region begeistert uns mit ihren steilen Felsen, den dramatische Abbruchkanten und den vielen Burgen. Zu den bekanntesten gehören die Burg Teck, die man von der Autobahn sieht, und die Burg Hohenneuffen, die zu den berühmten Wahrzeichen der Schwäbischen Alb zählt.

Im Gastgarten der Burg Teck. Super entspannt hier.
Wir haben beide Burgen erwandert – und können bestens verstehen, warum sie als Ausflugsziele so beliebt sind. Beide Wanderungen gehören zu unseren Lieblingstouren auf der Alb. Und beide Burgen bieten besonders stimmungsvolle und relaxte Biergärten innerhalb der Burgmauern. Das gilt auch für die Burgschänke der Burgruine Hohenrechberg, die auf einem der markanten Kaiserberge thront. Eine superschöne Einkehr für die ganze Familie.
Premiumwanderweg „hochgehfestigt“ zur Burg Hohenneuffen
Er führt uns über aussichtsreiche Höhenwege, durch Waldpassagen und offene Landschaften mit weitem Blick über das Albvorland. Und er bringt uns durch Weinberge, mit denen wir auf der Schwäbischen Alb überhaupt nicht gerechnet hatten. 🍇🐶 Immer wieder öffnet sich der Blick auf die imposante Festungsanlage, die hoch über der Umgebung thront.
Hund und Mensch sollten ein wenig Kondition mitbringen. Wir laufen stetig auf und ab. Die Wege sind abwechslungsreich, überwiegend naturbelassen und bieten viele Eindrücke. Gerade rund um die Burg mit der schönen Einkehr kann’s an sonnigen Wochenenden trubelig werden. Außerhalb der Hauptzeiten bleibt‘s aber angenehm ruhig. Eine ideale Runde für alle, die Panorama, Geschichte und Bewegung miteinander verbinden möchten.
Von Owen auf die Burg Teck – Albklassiker mit Aussicht
Der Aufstieg von Owen zur Burg Teck ist ein echter Klassiker auf der Schwäbischen Alb. Der Weg führt stetig bergauf durch Wald, dazwischen liegt eine herrlich weite Hochfläche, die von Schafen offengehalten wird. Auf der Weidefläche finden sich viele Disteln, so etwas wie die Wappenblume der Schwäbischen Alb. Wer hier hochläuft, kommt garantiert runter. So haben wir es erlebt.
Mit Hund ist diese Tour besonders dann schön, wenn ihr früh startet oder unter der Woche unterwegs seid – so bleibt es ruhiger auf den Wegen. Der Anstieg erfordert etwas Ausdauer, belohnt aber mit einer abwechslungsreichen Strecke und einem klaren Ziel.
Von Donzdorf auf den Messelberg – Panorama mit Kaiserbergen
Bei klarer Sicht schweift der Blick vom Messelberg weit über die Landschaft am Albtrauf mit den Kaiserbergen Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen. Sie stehen etwas isoliert vor dem Albtrauf im Albvorland – wie Kegel, die ein riesiges Kind in die Landschaft geworfen hat. Die Kaiserberge sind so genannte „Zeugenberge“. Was das ist, haben wir erst auf der Schwäbischen Alb gelernt: Geologisch sind Zeugenberge Reste einer früher weiter nach Norden reichenden Albhochfläche. Während weichere Gesteinsschichten im Laufe von Millionen Jahren abgetragen wurden, blieben diese widerstandsfähigeren Bergkuppen als „Zeugen“ der ursprünglichen Landschaft stehen.
Bei gutem Wetter lohnt sich diese kleine Runde absolut.
Rechberg: Auf dem Ritterteig zur Burg Hohenrechberg
Eine der schönsten Burgurinen in Schwaben erwartet uns auf dem Rechberg, einem der Kaiserberge bei Schwäbisch Gmünd. Die Burg Hohenrechberg thronte über 600 Jahre unversehrt, bis ein Blitz 1865 ihr Ende brachte. Heute lädt die gut erhaltene Ruine samt Vorburg und gemütlicher Burgschänke zu einer Pause in Sonne und Atmosphäre. 🏰☕
Die Wanderung auf dem Rittersteig eignet sich auch für Familien mit Kindern und Hund.
Steckbrief Albtrauf bei Teck & Göppingen
Geografie
- Nordrand der Alb
- West: Neuffen / Teck
- Ost: Schwäbisch Gmünd / Aalen
- geprägt durch den steilen Albtrauf
Wichtige Städte
- Kirchheim unter Teck
- Göppingen
- Geislingen an der Steige
- Wiesensteig
- Heubach
Bekannte Ausflugsziele
- Burg Teck
- Burg Hohenneuffen
- Hohenstaufen
- Rechberg
- Stuifen
- Wasserberg
- Filsursprung
- Rosenstein
Typische Landschaft
- steile Traufkante
- Burgenberge und Aussichtsfelsen
- Streuobstwiesen am Albfuß
- Wacholderheiden auf der Hochfläche

Blick auf Schloss Lichtenstein
Biosphärengebiet & Mittlere Alb
Schlösser auf markanten Felsen, weite Schäferlandschaften, in denen Flüsse wie die Große Lauter in kreisrunden Bögen durch die Wiesen gurgeln. Das erwartet uns in diesem Teil der Schwäbischen Alb auf der Hochfläche zwischen Albtrauf und Donau. Wir finden ihn besonders idyllisch, fast schon romantisch. Und das muss tatsächlich etwas bedeuten. Wir sind nämlich gar nicht romantisch. 😊
Ein Romantiker muss auch der Bauherr von Schloss Lichtenstein gewesen sein. Wilhelm Graf von Württemberg ließ das Schloss um 1840 nach Beschreibungen aus Wilhelm Hauffs Roman „Lichtenstein“ errichten. Das träumerische Ensemble im Stil einer mittelalterlichen Ritterburg thront auf einem Felssporn über Honau und zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in diesem Teil der Alb. Um es gleich vorwegzunehmen: Hunde dürfen sogar an der Führung durch die Innenräume teilnehmen – wenn sie die ganze Zeit getragen werden. 😏
Die Wanderung entlang der Hangkanten durch die Wälder um Schloss Lichtenstein gehört ebenso zu unseren Lieblingstouren wie die Wanderungen durchs Große Lautertal. Und ein Lieblingscafé haben wir auch in dieser Region: das Lagerhaus an der Lauter in Dapfen im Herzen des Biosphärengebiets. Das Haus, liebevoll eingerichtet mit historischen Möbeln, bietet auf drei Etagen handgeschöpfte Seifen, selbstgemachte Pralinen und viele Produkte von der Schwäbischen Alb. Die Kuchen sind zum Niederknien, alle aus eigener Herstellung mit regionalen Zutaten, natürlich auch vegan. Hunde sind auch im Innenraum willkommen. Wir lieben den Gastgarten direkt an der Lauter. Hier kühlt sich unser Amos die Pfoten, während wir im Kuchenhimmel die Zeit vergessen.

Ganz in der Nähe liegt übrigens das Haupt- und Landesgestüt Marbach. Das Gestüt mit seiner jahrhundertelangen Tradition hält Deckhengste ganz unterschiedlicher Rassen, von Schwarzwälder Füchsen über Württemberger Warmblut bis Araber. Auch Stuten mit ihren Fohlen leben hier.
Für Gäste ist das Gelände frei zugänglich. Hunde sind in den Reithallen und der großen Arena nicht erlaubt, dürfen aber die Gestütshöfe besuchen, natürlich an der Leine. Ein echtes Erlebnis für alle, die nicht nur Hunde, sondern auch Pferde lieben. 🐴
Lichtenstein: Rundwanderung „hochgehträumt“
Über weiche Wald- und Wiesenpfade geht es zu spektakulären Aussichtsfelsen wie Linsenbühl, Gießstein und Breitenstein mit weitem Blick über das Echaztal. Diese Runde ist auch für unseren Hund märchenhaft!
Münsingen: Rundwanderung »hochgehswiggert« über Burg Derneck und Ruine Hohengundelfingen
Ein romantisches Wiesental, Wacholderheiden, Buchenwald und gleich zwei Burgen: Diese Rundwanderung auf dem Premiumweg „Hochgehswiggert“ zeigt das Große Lautertal von seiner schönsten Seite. Wir folgen den Spuren des mittelalterlichen Burgherrn Swigger IV. von Gundelfingen und genießen unterwegs herrliche Ausblicke. Besonders schön für wasserbegeisterte Hunde.
Steckbrief Biosphärengebiet & Mittlere Alb
Geografie
- Herzstück der Albhochfläche
- West: Neuffen / Bad Urach
- Ost: Münsingen
- Nord: Albtrauf
- Süd: Donautal
Wichtige Städte
- Bad Urach
- Münsingen
- Reutlingen
- Hayingen
- Ehingen (Rand)
Bekannte Ausflugsziele
- Uracher Wasserfall
- Schloss Lichtenstein
- Runder Berg
- Großes Lautertal
- Burg Hohengundelfingen
- Münsinger Hardt
Typische Landschaft
- offene Albhochfläche
- Wacholderheiden
- Schäferei-Landschaften
- Felsburgen und Burgruinen

Amos genießt den Blick vom Blaufels.
Blautal & Höhlenregion & Ulm
Karstquellen, Höhlen, Kalkfelsen – diese Teilregion der Alb ist die richtige Adresse für alle, die sich wie wir für besondere geologische Formationen begeistern und einen abenteuerlustigen Hund an ihrer Seite haben, der sich auch in Höhlen wagt.
Menschen, die nach ganz viel Natur gerne auch mal durch eine Stadt bummeln, sind hier ebenfalls richtig. Denn hier erwartet uns eine Stadt, in der sogar das Shoppen Spaß macht, finden wir. Die Rede ist von Ulm. Die wasserreiche City bietet nicht nur das alles überragenden Ulmer Münster, das stimmungsvolle Fischerviertel mit seinen krummen Fachwerkhäusern und historische Stadtmauern, sondern auch viele kleine Fachgeschäfte und Cafés. Was wir besonders lieben: den Ulmer Höhenweg. Ganz viel Natur, Geschichte und Ausblick – und danach der Stadtbummel.

Unterwegs auf dem Ulmer Höhenweg.
Viel mehr Tourist*innen aus aller Welt als in Ulm haben wir am Blautopf in Blaubeuren getroffen, keine 20 km von Ulm entfernt. Die Karstquelle der Blau ist für ihre Farbe bekannt, ein fast schon überirdisches Türkis.

Am Rusenschloss über Blaubeuren.
Was wir allerdings nicht wussten: Nach regenreichen Tagen kann sich der Blautopf auch grün oder braun zeigen – so wie bei unserem Besuch. Am besten also an einem sonnigen Tag nach langer Trockenzeit um die Mittagszeit kommen.
Uns hat der Blautopf trotz des Grüns und der Besuchermengen trotzdem gefallen, noch besser allerdings die grandiose Wanderung Blaubeurer Felsenstieg. Hier waren wir über weite Strecken allein unterwegs, auch an den Ruinen des Rusenschloss.
Blaubeuren eignet sich übrigens ebenfalls für einen Bummel. Das Städtchen besitzt eine der besterhaltenen historischen Altstädte in Baden-Württemberg.
Ulmer Höhenweg, Hauptroute Süd
Diese abwechslungsreiche Runde auf dem Ulmer Höhenweg verbindet Wald, Heide, Felder und Stadtblick. Eine echten Wundertüte unter den Hundewanderungen. Wir entdecken jedes Mal etwas Neues. Am Albtrauf oberhalb von Ulm wechseln sich grüne Abschnitte mit weiten Ausblicken aufs Münster und – bei klarer Sicht – bis zu den Alpen ab. Unterwegs streifen wir außerdem spannende Relikte der Bundesfestung Ulm wie das mächtige Fort Albeck.
Ulm: Wasserrunde vom Kloster Wiblingen
Diese kleine Tour mit Hund eignet sich auch an heißen Tagen. Sie startet am Kloster Wiblingen, dessen barocke Anlage einst zu den bedeutendsten Benediktinerabteien Süddeutschlands gehörte. Von hier wandern wir durch das stille Tal der Weihung, ein kleiner, naturbelassener Bach nahe der Iller, der uns immer wieder durch Waldschatten, an Weihern und offenen Feldern entlang begleitet.
Blaubeuren: Blaubeurer Felsenstieg
Der Blaubeurer Felsenstieg führt uns auf abwechslungsreichen Pfaden durch lichten Buchenwald rund um den Talkessel von Blaubeuren – vorbei an Höhlen, Burgruinen und markanten Felsformationen. Immer wieder öffnen sich spektakuläre Ausblicke, etwa vom Blaufels hoch über der Stadt. Ideal für Vierbeiner, die wie unser Amos Ausblicke lieben. Zum Abschluss besuchen wir noch den berühmten Blautopf am Kloster, die sicher bekannteste Quelle der Schwäbischen Alb. Ein echter Insta Topspot.
Steckbrief Blautal & Höhlenregion & Ulm
Geografie
- westliche Alb rund um Blaubeuren und Ulm
- West: Laichingen
- Ost: Ulm
- Nord: Geislingen
- Süd: Ehingen
Wichtige Städte
- Blaubeuren
- Ulm
- Laichingen
- Schelklingen
- Ehingen
Bekannte Ausflugsziele
- Blautopf
- Hohle Fels
- Schertelshöhle
- Rusenschloss
- Felsen im Blautal
Typische Landschaft
- Karstquellen
- Höhlen
- Kalkfelsen
- tiefe Täler

Eine der Höhepunkte unserer Tour: in der Bärenhöhle im Hohlenstein, einst bevorzugtes Quartier eiszeitlicher Höhlenbären. Unser Amos fand es superspannend. Wir auch. 🙂
Lonetal & Eiszeitkunst
Die Region gehört zu den bedeutendsten archäologischen Landschaften Europas. In Höhlen wie dem Hohlenstein-Stadel, der Vogelherdhöhle oder der Bocksteinhöhle wurden einige der ältesten bekannten Kunstwerke der Menschheit gefunden, darunter der rund 40.000 Jahre alte Löwenmensch vom Hohlenstein-Stadel, die kleine Elfenbeinfigur Venus vom Hohle Fels sowie Tierfiguren wie das Vogelherd-Pferdchen. Diese Eiszeitkunst entstand in der Zeit der ersten modernen Menschen Europas und gehört heute zum UNESCO-Welterbe Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb. 🦣🎨
Doch die Geschichte der Landschaft reicht noch viel weiter zurück: Vor etwa 200 Millionen Jahren lag die Region am Rand eines warmen Jurameers. Aus den Kalkablagerungen dieses Meeres entstand die heutige Albhochfläche – und durch Verwitterung bildeten sich spektakuläre Felslandschaften wie das Felsenmeer im Wental oder die markanten Felsnadeln im Eselsburger Tal. 🌊⛰️
Kein Wunder also, dass uns dieser Teil der Alb ganz besonders fasziniert. Denn hier wandern wir durch mehrere Kapitel Erd- und Menschheitsgeschichte. Unsere Lieblingstouren bringen uns zu den Relikten des tropischen Urmeers bis zu den Fundorten der ersten Kunstwerke unserer Vorfahren. Und unser Hund darf immer dabei sein.
Rammingen: Neandertalerweg durchs Lonetal
Diese gut ausgeschilderte Runde führt uns durchs Lonetal, eines der längsten Trockentäler Deutschlands – und tief hinein in die Frühgeschichte der Menschheit. Unterwegs passieren wir Höhlen und Fundstellen, an denen weltberühmte Eiszeitfiguren wie der Löwenmensch oder das Mammut aus Elfenbein entdeckt wurden. Zwischen lichten Wäldern, Felsen und offenen Wiesen ist das eine ebenso spannende wie entspannte Tour für Zwei- und Vierbeiner.
Langenau: Eiszeitpfad – Fohlenhausrunde
Diese abwechslungsreiche Runde auf dem Eiszeitpfad führt uns ebenfalls durchs Lonetal. Wälder, Wiesen und sanfte Hügel begleiten uns auf dem Weg zur beeindruckenden Felsformation des Fohlenhauses, einem uralten Korallenriff aus der Zeit des Jurameers. Eine entspannte Tour, die unserem Hund viel Freiraum bietet und uns spannende Einblicke in Erd- und Menschheitsgeschichte.
Herbrechtingen: Albschäfer-Zeitspur „Eselsburger Talgang“
Diese Rundwanderung führt uns mit Hund durch das wunderschöne Eselsburger Tal, wo die Brenz gemächlich zwischen Wacholderheiden, Auenwiesen und markanten Kalkfelsen dahinzieht. Höhepunkte sind die Felsnadeln der „Steinernen Jungfrauen“, stille Bannwälder und der Ausblick von der Domäne Falkenstein hoch über dem Tal. Eine landschaftlich beeindruckende Alb-Tour, auf der Natur, Geschichte und weite Talblicke perfekt zusammenkommen. Super abwechslungsreich, auch für unseren Hund.
Lauterburg: Rundwanderung Wental Felsenmeer und Weiherwiesen
Diese abwechslungsreiche Rundwanderung über die Albhochfläche bei Lauterburg hat uns mit zwei ganz unterschiedlichen Naturwelten begeistert: dem spektakulären Felsenmeer im Wental mit seinen bizarren Dolomitfelsen und den stillen, wasserreichen Weiherwiesen. Dazwischen laufen wir über offene Wiesen, Felder und Wirtschaftswege, die unserem Hund rechts und links aber ausreichend Grün zum Schnuppern und Rennen bieten. Eine entspannte Alb-Tour, deren landschaftliche Höhepunkte umso eindrucksvoller wirken.
Steckbrief Lonetal & Eiszeitkunst
Geografie
- östliche Schwäbische Alb
- West: Ulm
- Ost: Aalen / Nördlinger Ries
- Nord: Albtrauf bei Heubach
- Süd: Dillingen / Donautal
Wichtige Städte
- Heidenheim
- Aalen
- Neresheim
- Herbrechtingen
- Giengen
Bekannte Ausflugsziele
- Lonetal
- Vogelherdhöhle
- Hohlenstein-Stadel
- Eselsburger Tal
- Wental
- Härtsfeld
Typische Landschaft
- trockene Karsttäler
- Dolomitfelsen
- Wacholderheiden
- offene Albhochfläche
Besonderheit
- UNESCO-Fundstätten der Eiszeitkunst. Highlights:
Vogelherdhöhle - Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb

Südliche Alb & Donautal
Mächtige Burgen, Schlösser mit Parkanlagen, steile Kalkfelsen und immer wieder traumhafter Weitblick – dieser Teil der Alb wartet mit besonders vielen kulturellen und natürlichen Höhepunkten auf. Wir haben schon einiges erwandert – und noch viel mehr Touren auf unserer Bucketlist.
Die Region ist reich an Premiumwanderwegen. Dazu zählen die Traufgänge rund um Albstadt, einer schöner als der andere. Unsere absoluten Favoriten: der Traufgang Hossinger Leiter und der Traufgang Zollernburg Panorama mit dem berühmten Blick auf die Stammburg der Hohenzollern vom Aussichtspunkt auf dem Zeller Horn. Diese Kulisse zählt zu den bekanntesten Postkartenmotive der Schwäbischen Alb.

Blick vom Zeller Horn auf die Zollernburg. Hier steht immer wer im Bild.
Auch rund um Sigmaringen gibt es eine ganze Reihe von Premiumtouren, die so genannten Donau Felsenläufe. Besonders schön: die Wanderung durch den Fürstlichen Park Inzigkofen, ein Landschaftsgarten aus der Romantik, den Fürstin Amalie Zephyrine, zurück aus ihrem Pariser Exil, nahe Sigmaringen anlegen ließ. Besonders sehenswert: die Teufelsbrücke.

Sigmaringen selbst ist ebenfalls absolut sehenswert, vor allem das Hohenzollernschloss. Die Stadt, die umgebende Natur und die nahe Anlage Campus Galli – der Nachbau eines Klosters aus dem 9. Jahrhundert – lohnen einen Wochenendausflug mit Hund.
Ganz oben auf unserer Bucket List steht auch das Obere Donautal, das ebenfalls zu diesem Teil der Schwäbischen Alb gehört.
Albstadt: Traufgang Hossinger Leiter
Diese aussichtsreiche Rundwanderung am Albtrauf bei Albstadt bietet alles, was Mensch und Hund begeistert: Wälder, Bäche, mächtige Jurafelsen und immer wieder weite Blicke ins Tal. Höhepunkt ist die historische Hossinger Leiter – ein in die Felswand gebauter Steig aus Stufen und kurzen Brücken, der früher die wichtigste Verbindung für die Bewohner von Hossingen war. Heute sorgt er vor allem für ein bisschen Abenteuer auf einer rundum großartigen Alb-Tour.
Inzigkofen: Zur Teufelsbrücke
Kurze Runde, aber großes Highlight: Auf schmalen Pfaden durch Felsen und über Holzstege führt uns diese Wanderung zur spektakulären Teufelsbrücke bei Inzigkofen. Die geschwungene Steinbrücke aus dem 19. Jahrhundert überspannt rund 20 Meter über der wilden Schlucht „Höll“ und gehört zu den eindrucksvollsten Aussichtspunkten im Donautal. Ein perfekter Vorgeschmack auf die Felsenwege rund ums ehemalige Kloster Inzigkofen.
Steckbrief Südliche Alb & Donautal
Geografie
- südlicher Rand der Alb
- West: Tuttlingen
- Ost: Ehingen
- Nord: Münsingen
- Süd: Donautal
Wichtige Städte
- Albstadt
- Sigmaringen
- Tuttlingen
- Beuron
- Mühlheim an der Donau
- Riedlingen
Bekannte Ausflugsziele
- Oberes Donautal
- Knopfmacherfelsen
- Kloster Beuron
- Schloss Werenwag
- Schloss Sigmaringen
Typische Landschaft
- tiefe Durchbruchstäler
- steile Kalkfelsen
- Burgen über der Donau
- dichte Wälder
Camping mit Hund auf der Alb
Wenn wir mit Hund auf die Alb fahren, übernachten wir oft bei der Familie – oder im Camper. Die Alb ist ein echtes Paradies für Wohnmobilisten. Viele Wanderparkplätze am Startpunkt beliebter Wege wurden mittlerweile aufgerüstet. Mit WC, Frischwasser und Stromanschluss bietet sie sich als luxuriöse Stellplätze für eine Nacht und mehr an.
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Campingplätzen für alle, die mit Zelt, Wohnwagen und natürlich mit Hund unterwegs sind. 🐾🌿🏕️

Campingplatz Hirtenteich
Bislang unschlagbar in Sachen Hundefreundlichkeit ist für uns der Campingplatz Hirtenteich in Essingen-Lauterburg auf der Ostalb. Der Platz – geöffnet vom 1. März bis 1. November – liegt am Kreuzungspunkt zahlreicher Wanderwege auf einem sonnigen Hochplateau mit traumhaft schönem Blick auf Wald und Felsformationen. Von hier aus kann man beispielsweise zu Fuß ins Wental mit dem berühmten Felsenmeer laufen. Doch nicht nur die Lage inmitten von Grün ist hundefreundlich. Das Team vom Hirtenteich ist es auch. Pro Partei campen hier 3 Hunde gratis! Erst für den 4. müssen seine Leute zahlen. Wo sonst sind so viele Vierbeiner überhaupt willkommen? Ach ja: Das richtig gute W-Lan gibt’s auch für Null Euro. Auf diesem Campingplatz wird man echt verwöhnt. Sogar Spülmaschinen gibt es. 🦴💞
Weitere Pluspunkte: Der Empfang ist herzlich, das Gelände sehr schön grün und terrassiert, die Plätze sind aussichtsreich und die Sanitäranlagen sehr großzügig und top-gepflegt. Hier möchten wir immer wiederkommen.

Campingplatz Sonnencamping
Hundefreundlich, supernett und ebenfalls herrlich gelegen: Sonnencamping Albstadt. Der Name hält, was er verspricht: Der ganzjährig geöffnete Platz auf der südlichen Alb findet sich auf einer sonnigen Anhöhe mit schönem Weitblick auf Wacholderheiden, Wiesen, Wald und Felsen.
Der Platz liegt direkt am Zustieg zum Premiumwanderweg Traufgang Ochsenbergtour. Die anderen Traufgänge sind mit dem Auto schnell zu erreichen und ebenfalls wunderschön.
Hunde sind hier willkommen, Familien mit kleineren Kindern ebenfalls. Alles wirkt modern und frisch und ist bestens in Schuss – von den Sanitäranlagen bis zur Spülküche. Der Platz bietet u.a. auch moderne Bungalows, die mit Hund mietbar sind. Ideal, wenn zum Beispiel Camper mit Nichtcampern zusammen Zeit verbringen möchten. Wenn man sich die Hundebetreuung in der Gruppe teilt, kommt man auch in den Genuss dieses Pluspunkts: Das Freizeit- und Wellnessbad „badkap“ liegt nur einen Steinwurf vom Platz entfernt.
Was wir besonders praktisch finden: Zum Campingplatz gehört auch ein Stellplatz. Wenn wir in der Nacht ankommen, checken wir hier ein und wechseln am nächsten Tag eine Etage nach oben.

Vom Campingplatz hat man einen tollen Blick auf das Schloss Sigmaringen
Campingplatz Out & Back
Noch einen super Hunde-freundlichen Campingplatz haben wir auf der Schwäbischen Alb in Sigmaringen gefunden: Out & Back Camping Sigmaringen. Normalerweise ist es oft keine Freude, einen passenden Campingplatz für acht Menschen mit vier großen Hunden zu finden. Hier schon. Auf unsere Anfrage kam schnell eine freundliche Rückmeldung mit mehreren geeigneten Platzoptionen.
Auch die Lage des Platzes hat uns sofort überzeugt: Gleich hinter dem Zaun fließt die Donau, und über eine nahe Hängebrücke gelangt man schnell auf ruhige Wege entlang des Flusses – perfekt für entspannte Gassi-Runden, bei denen die Hunde immer wieder ans Wasser können. Der kleine, familiär geführte Platz – geöffnet von Ende März bis Anfang Oktober – liegt mitten im Grünen und doch nur wenige Minuten von Altstadt und dem imposanten Schloss Sigmaringen entfernt. Eine Kombination aus Natur, kurzen Wegen und viel Platz zum Durchatmen. Perfekt!
Mit Hund auf der Alb: Das solltest du wissen

Typisch für die Alb: ein so genannter Zeugenberg steht wie ein überdimensionierter Maulwurfshügel in der Landschaft.
Wichtig zu wissen, wenn man eine Tour mit Hund auf der Schwäbischen Alb plant:
- Leinenpflicht in den Naturschutzgebieten beachten – auf schwaebischealb.de findest du eine Liste der Schutzgebiete
- Felsige Passagen und schmale Pfade sind keine Seltenheit
- Wenig Wasserstellen auf den Hochflächen – ausreichend Trinkwasser einplanen
- Weidetiere (Schafe, Rinder) kommen regelmäßig vor
Wenn dein Hund trittsicher ist und gerne draußen unterwegs ist, bietet die Alb ideale Bedingungen für abwechslungsreiche Touren.
Autorin: Kathrin
Kathrins Schwester hat in die Schwäbische Alb eingeheiratet und lebt dort auch, ebenso die Familie ihrer besten Freundin. Neben neuen Linsenrezepten bekommt Kathrin immer wieder Insider-Tipps zum Wandern und Entdecken. Zu ihren Lieblingsplätzen mit Hund auf der Alb gehört die Schutzhütte in den Weinbergen mit Blick auf Hohenneuffen.

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