Carsharing und Hund

Gerade eine Tagestour kann man schon mit Vorlauf planen. Für einige beginnt die Entspannung bereits während der Anreise, wenn sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Und für die Beweglichkeit vor Ort gibt es ja neben Bussen und Bahnen mittlerweile zahlreiche Anbieter von Carsharing. Damit entlastet man die Umwelt, ist flexibler, unabhängig von Fahrplänen und das Gepäck muss man auch nicht selber schleppen. Auch ein Besuch beim Tierarzt lässt sich möglicherweise mit Carsharing leichter bewerkstelligen als mit dem ÖPNV. Aber wie ist das mit dem Hund? Darf der ins Auto von DriveNow, Car2Go und wie sie alle heißen? Wir haben uns bei den größeren Anbietern mal umgesehen.

Zunächst fällt bei allen Anbietern auf, dass man tief in die AGBs oder das Menu der Internetseite einsteigen muss, um zu erfahren, ob man seinen Hund mitnehmen darf. Für uns ist dies ein erster Hinweis, dass die Carsharer nicht besonders scharf sind auf tierische Mitfahrer.

Und dieser Eindruck bestätigt sich in der Folge. Car2Go beispielsweise regelt klar, dass Hunde nur in einer Transportbox mitgenommen werden dürfen. Damit sind schon alle raus, die einen wirklich großen Hund haben oder einen, der die Box so gar nicht mag.

Bei DriveNow gibt es diese Verpflichtung zur Box nicht. Aber den Hinweis, man habe das Fahrzeug nach Benutzung zu reinigen. Wenn man das nicht tut, werden Extragebühren „je nach Aufwand“, mindestens aber 25 Euro fällig.

Auch Flinkster erhebt im Fall der Fälle „Reinigungsgebühren nach Aufwand“.

Wie sauber muss es sein?

Wer schon mal gesehen hat, wie manche coolen Hipster die Autos zurücklassen, weiß natürlich, dass diese Reinigungspauschalen durchaus gerechtfertigt sind. Aber wer auch schon mal den Nadelfilz seines eigenen Kofferraums mühselig und viele Stunden lang von Hundehaaren befreit hat, dem wird bei der Formulierung „nach Aufwand“ natürlich Angst und Bange.

Reicht es also, wenn ich den groben Dreck von den Hundepfoten beseitige oder muss der Innenraum anschließend „allergikergerecht“ sein? Auf diese Fragen geben die Carsharing-Anbieter leider keine zufriedenstellende Antwort und damit scheint uns das finanzielle Risiko einer Reinigungspauschale in unübersehbarem Ausmaß sehr hoch.

Klüger erschiene uns, die Anbieter würden spezielle Angebote für den Tiertransport mit in ihre Preisliste aufnehmen. Wahlweise mit einer festgelegten Pauschale, besser vielleicht noch mit schmutzabweisenden Decken als Zubehör, die es in jedem Zoogeschäft für wenige Euro zu kaufen gibt.

Unterschied zwischen Carsharing und Mietwagen

Ähnlich wenig transparent werden die Themen „außergewöhnliche Verschmutzung“ und „Reinigungspauschale“ übrigens bei den klassischen Autovermietern gehandhabt. Allerdings gibt es einen großen Unterschied, beispielsweise bei Sixt oder Europcar. Hier wird auf der Webseite sehr offensiv darauf hingewiesen, dass es erlaubt ist, Haustiere mit zu nehmen. Teilweise sogar versehen mit Sicherheitstipps und dem Verweis auf die entsprechenden Paragraphen der Straßenverkehrsordnung.

Hier scheint man also Hundeliebhaber durchaus als Kunden zu schätzen. Und das wiederum vermittelt uns das Gefühl, dass diese Anbieter auch bei der „Reinigungspauschale“ darauf achten, die große Kundengruppe der Menschen mit Hund nicht nachhaltig zu verprellen.

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