Fränkische Schweiz mit Hund entdecken: unsere schönsten Wanderungen, Burgen, Höhlen und Ausflugsziele
Auf dem Weg ins Fichtelgebirge sind wir jahrelang daran vorbeigefahren. Immer wieder tauchten an der Autobahn diese braunen Hinweistafeln auf: Fränkische Schweiz. Irgendwann wurden wir neugierig. Der Name klang nach Bergen, Felsen und Abenteuer. Also beschlossen wir, beim nächsten Mal einfach abzubiegen.
Eine der besten Entscheidungen der letzten Jahre.
Denn die Fränkische Schweiz ist genau die Art von Region, die wir mit Hund lieben: voller Natur, Geschichte und kleiner Entdeckungen, die oft direkt nebeneinanderliegen. Keine langen Fahrten zwischen den Sehenswürdigkeiten, keine überlaufenen Hotspots, sondern Wanderwege, Burgruinen, Höhlen, Biergärten und glasklare Bäche auf engstem Raum. 🦋💦🏰

Besonders begeistert haben uns die vielen Flusstäler. Wiesent, Püttlach, Aufseß, Lochau oder Weihersbach ziehen sich wie blaue Bänder durch die Landschaft. An ihren Ufern wandern wir durch Wildblumenwiesen, sitzen unter alten Kastanien in Biergärten oder gönnen unserem Hund eine ausgedehnte Planschpause. Während Amos längst bis zum Bauch im Wasser steht, halten wir die Füße ins kalte Bachwasser und fragen uns, warum wir nicht schon viel früher hierhergekommen sind. 🐾

Fast märchenhaft wirken die uralten Buchenwälder der Region. Zwischen den Stämmen wachsen gewaltige Kalksteinfelsen in die Höhe. Manche sehen aus wie die Burgen mächtiger Trolle, andere verbergen Höhlen und Grotten, die wir gemeinsam mit unserem Hund erkunden können. Die Fränkische Schweiz gehört zu den höhlenreichsten Regionen Deutschlands und beherbergt einige der beeindruckendsten Tropfsteinhöhlen Mitteleuropas. Besonders schön: In der Binghöhle bei Streitberg dürfen Hunde mit hinein – eine Ausnahme, die wir bislang nur selten erlebt haben.
Auch über der Erde warten jede Menge Abenteuer. Die Fränkische Schweiz besitzt die höchste Burgendichte Deutschlands. Überall ragen Burgruinen, Türme und alte Festungen aus den Wäldern und über den Tälern auf. Viele davon liegen direkt an den Wanderwegen und lassen sich gemeinsam mit Hund erkunden.
Und dann wäre da noch der Genuss. Viele kennen die Fränkische Schweiz wegen ihrer außergewöhnlich hohen Brauereidichte. Doch auch Menschen, die Bier eher als Begleiterscheinung betrachten, kommen hier auf ihre Kosten. In den warmen Monaten öffnen überall Biergärten, Brotzeitstuben und kleine Schankwirtschaften. Auf den Speisekarten stehen fränkische Klassiker wie Schäufele, Wildgerichte, Forellen aus den klaren Bächen der Region oder hausgemachte Kuchen. Amos interessierte sich vor allem für Schäufele und Käsekuchen. 😊
Was uns an der Fränkischen Schweiz besonders gefällt: die Abwechslung. Morgens wandern wir durch ein wildromantisches Tal, mittags sitzen wir am Wasser im Biergarten, nachmittags erkunden wir eine Höhle oder eine Burgruine. Ohne stundenlang im Auto zu sitzen.
Wir waren inzwischen mehrfach hier unterwegs – und haben noch längst nicht alles gesehen. Vielleicht das größte Kompliment, das man einer vergleichsweise kleinen Region machen kann.
Unsere schönsten Wanderungen mit Hund, Lieblingsorte, Einkehrtipps und Sehenswürdigkeiten in der Fränkischen Schweiz haben wir hier für euch zusammengestellt.
Fränkische Schweiz im Überblick

Aussichtspunkt Brockanlage
Die Fränkische Schweiz liegt im Herzen Oberfrankens zwischen den Städten Bamberg, Bayreuth und Nürnberg. Auf recht kleiner Fläche erwarten euch hier tiefe Flusstäler, schroffe Kalkfelsen, Höhlen, Burgen und eine sehr vielfältige Genusskultur. 😋 Gerade für Urlaub mit Hund ist das ideal: Viele Highlights liegen dicht beieinander, lange Anfahrten zwischen Wanderung, Einkehr und Sehenswürdigkeit sind selten nötig.
Die Region gehört überwiegend zum Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura und erstreckt sich über Teile der Landkreise Forchheim, Bayreuth und Bamberg. Bekannt wurde sie bereits Anfang des 19. Jahrhunderts, als Künstler und Schriftsteller die ungewöhnliche Felsenlandschaft mit ihren Burgen und Tälern als „Fränkische Schweiz“ bezeichneten.

Was macht die Fränkische Schweiz so besonders?
Die Region sammelt erstaunlich viele Superlative auf engem Raum.
So wurden hier rund 1.000 Höhlen nachgewiesen. Damit zählt die Fränkische Schweiz zu den bedeutendsten Karstlandschaften Deutschlands. Einige Höhlen können frei besucht werden, andere nur im Rahmen von Führungen.

Mindestens ebenso bekannt ist die Region für ihre Braukultur. Je nach Abgrenzung werden in der Fränkischen Schweiz heute rund 70 Brauereien gezählt. Damit gilt sie als Region mit der höchsten Brauereidichte der Welt. Allein die Gemeinde Aufseß hält mit vier Brauereien bei rund 1.400 Einwohnern sogar einen entsprechenden Guinness-Rekord. 😃🍻
Dazu kommen:
- Deutschlands höchste Burgen- und Burgruinendichte
- eine der größten zusammenhängenden Kalkfelslandschaften Mitteleuropas
- zahlreiche Bach- und Flusstäler mit außergewöhnlich klarem Wasser
- eines der größten Süßkirschenanbaugebiete Europas
- ein Paradies für Wanderer, Kletterer und Naturfans
Kaum eine Region verbindet Natur, Bewegung und Genuss so unkompliziert.
Anreise und Entfernungen
Die Fränkische Schweiz eignet sich sowohl für einen Kurzurlaub, für einen Zwischenstopp auf dem Weg durch Deutschland oder auch für längere Aufenthalte.
Die ungefähren Fahrzeiten nach Pottenstein betragen:
- ab Nürnberg ca. 45 Minuten
- ab Bamberg ca. 45 Minuten
- ab Bayreuth ca. 30 Minuten
- ab Würzburg ca. 1,5 Stunden
- ab Erfurt ca. 2 Stunden
- ab München ca. 2,5 Stunden
- ab Frankfurt am Main ca. 2,5 Stunden

Urlaub mit Hund: Das solltest du wissen
Die Fränkische Schweiz ist aus unserer Sicht hundefreundlich.
Eine generelle Leinenpflicht im Naturpark gibt es nicht. Vielerorts bitten Hinweisschilder allerdings darum, den Vierbeiner an die Leine zu nehmen. Wir waren bislang während der Brut- und Setzzeit unterwegs. Mit einer Schleppleine sind wir fast überall gut zurechtgekommen. In den ausgewiesenen Naturschutzgebieten wie beispielsweise auf dem Walberla gilt Leinenpflicht.

Besonders angenehm fanden wir für uns und unseren Hund:
- zahlreiche Bachläufe und Flüsse zum Abkühlen
- viele schattige Waldwege
- vielerorts aufgestellte Hundekotbeutelspender
- entspannte Gastgeber*innen in Biergärten und Gaststätten
- viele Wanderungen mit hundepfotenweichen Wegen
Die schönsten Wanderungen mit Hund in der Fränkischen Schweiz

Die Fränkische Schweiz gehört für uns zu den abwechslungsreichsten Wanderregionen Deutschlands. Kaum irgendwo sonst liegen tiefe Bachtäler, mächtige Felsformationen, Burgruinen, Höhlen und aussichtsreiche Höhenzüge so dicht beieinander. Das Beste: Viele Wanderungen sind gerade für wasserbegeisterte Hunde ein Traum. Immer wieder sorgen Wiesent, Püttlach, Aufseß oder kleinere Bäche für Abkühlung unterwegs. Oft haben wir zusammen mit unserem Amos im Wasser gestanden. Herrlich!
Die folgenden Touren haben uns besonders begeistert.

Touren mit Burgen und Höhlen: von Binghöhle bis Ruine Neideck
Die Fränkische Schweiz zählt zu den höhlenreichsten Regionen Deutschlands. Und sie bietet mehr Burgen und Burgruinen als jede andere Ecke Deutschlands. Ideal für Entdecker*innen mit abenteuerlustigen Hunden
Streitberg:Muschelquelle, Binghöhle und Burgruine Streitberg
Diese Halbtagesrunde vereint vieles, was die Fränkische Schweiz ausmacht: urige Buchenwälder, markante Felsen, eine Burgruine und mit der Binghöhle eine der bekanntesten Tropfsteinhöhlen der Region. Das Besondere: Hunde dürfen hier tatsächlich mit hinein. Dazu kommen die glasklare Muschelquelle und herrliche Ausblicke ins Wiesenttal.
Höhepunkte: Binghöhle, Muschelquelle, Ruine Streitberg, Felsenschlucht und Matterhornwand
Top für den Hund: Wasser zum Planschen, schattige Waldwege und hundefreundliche Höhlenbesichtigung
Ebermannstadt: Neideckgrotten, Burgruine Neideck und Zuckerhut
Eine Wanderung für alle, die möglichst viele landschaftliche Höhepunkte auf einer Tour erleben möchten. Die Runde verbindet die mächtige Burgruine Neideck mit den frei zugänglichen Neideckgrotten und dem Aussichtsfelsen Zuckerhut. Dazwischen wechseln sich offene Hochflächen und alte Buchenwälder ab.
Höhepunkte: Burgruine Neideck, Neideckgrotten, Aussichtsfelsen Zuckerhut
Top für den Hund: Höhlen zum Erkunden, viele Waldabschnitte
Gößweinstein: Felsendorf Tüchersfeld und Felsentor
Wer die typischen Postkartenmotive der Fränkischen Schweiz erleben möchte, ist hier richtig. Die Tour führt zum berühmten Felsendorf Tüchersfeld mit seinen markanten Felstürmen und weiter zu einem natürlichen Felsentor. Dazwischen liegen Felder, Wälder und die eindrucksvolle Kulisse von Burg und Basilika Gößweinstein.
Höhepunkte: Felsendorf Tüchersfeld, Felsentor, Burg Gößweinstein und Basilika
Top für den Hund: Waldpfade, kurze Abkühlung in der Püttlach

Für heiße Tage: Wandern entlang von Bächen und Flüssen
Wenn die Temperaturen steigen, mögen wir Wanderungen entlang des Wassers besonders gern. Davon gibt es in der Fränkischen Schweiz erfreulich viele.
Pottenstein: Püttlachtal, Hollenberg und Bergwachthütte
Wenn wir nur eine einzige Wanderung empfehlen dürften, würde diese Runde sehr weit oben auf unserer Liste stehen. Über viele Kilometer begleitet uns die glasklare Püttlach durch eines der schönsten Täler der Fränkischen Schweiz. Dazwischen warten bizarre Dolomitfelsen, die Ruine Hollenberg und traumhafte Ausblicke auf Pottenstein.
Höhepunkte: Oberes Püttlachtal, Geiskirche, Ruine Hollenberg, Bergwachthütte
Top für den Hund: unzählige Möglichkeiten zur Abkühlung in der Püttlach und viel Schatten
Pottenstein: Rundwanderung durchs Klumpertal
Eine kurze, aber unglaublich stimmungsvolle Runde durch eines der romantischsten Täler der Fränkischen Schweiz. Zwischen moosbewachsenen Felsen, Karstquellen und dem murmelnden Weihersbach fühlt man sich stellenweise wie in einer alten Sage.
Höhepunkte: Klumpertal, Karstquellen, historische Mühlenlandschaft
Top für den Hund: erst viel Wasser, dann viel Abenteuer rund um die Felsen im Wald
Plankenfels: Durchs Lochautal auf den Plankenstein
Eine wunderbare Tour für alle, die Ruhe suchen. Das Lochautal gehört zu den ursprünglichsten Tälern der Region. Entlang der klaren Lochau wandern wir durch Auwälder, Feuchtwiesen und artenreiche Mischwälder. Selbst an Feiertagen begegneten wir hier wenigen Menschen.
Höhepunkte: Lochautal, historische Wässerwehre, Aussichtspunkt Plankenstein
Top für den Hund: viele Wasserstellen und angenehm schattige Wege
Aufseßtal: Wandern am Bach zur Brauerei
Das Aufseßtal verbindet Natur und fränkische Genusskultur. Der Weg folgt dem kleinen Flüsschen Aufseß durch Wiesenlandschaften, dann geht’s weiter zu einer Höhle und zur Traditionsbrauerei Kathi-Bräu mit Biergarten.
Höhepunkte: Aufseßtal, Höhle Fuchsloch, Einkehr bei Kathi-Bräu
Top für den Hund: Wiesenpfad am Bac

Für Panoramafans: Die schönsten Ausblicke der Fränkischen Schweiz
Nicht immer müssen die Berge hoch sein, um großartige Aussichten zu bieten. Die Fränkische Schweiz beweist das eindrucksvoll.
Schlaifhausen: Walberla und Rodenstein
Das Walberla ist für viele der schönste Aussichtspunkt der gesamten Fränkischen Schweiz. Und wir verstehen warum. Vom Gipfelplateau reicht der Blick weit über die Frankenalb bis in die Ebene. Gleichzeitig wandert man hier durch eine der ältesten Kulturlandschaften Bayerns.
Höhepunkte: Walberla, Rodenstein, historische Wallanlagen und fantastische Fernblicke
Top für den Hund: abwechslungsreiche Runde mit viel Aussicht
Für Genießer: Wasserfälle, Quellen und fränkische Einkehr
Lillachquelle und Sinterterrassen
Diese einfache Wanderung eignet sich perfekt für einen entspannten Nachmittag. Der Weg führt zur eindrucksvollen Lillachquelle und zu den seltenen Sinterterrassen, die durch kalkhaltiges Wasser über Jahrhunderte entstanden sind. Unterwegs informieren mehrere Tafeln über die außergewöhnliche Natur dieses Schutzgebiets.
Höhepunkte: Lillachquelle, Sinterterrassen, naturkundlicher Lehrpfad
Top für den Hund: schattige Wege und Wasser entlang der Strecke

Am höchsten Punkt der Tour eröffnet sich ein toller Blick auf Pottenstein.
Unsere Empfehlung für den ersten Besuch
Wer die Fränkische Schweiz zum ersten Mal besucht, bekommt mit diesen drei Wanderungen einen besonders guten Eindruck von der Region:
- Streitberg – Binghöhle und Burgruine Streitberg (Höhlen, Burg und Wiesenttal)
- Pottenstein – Püttlachtal und Hollenberg (die schönste Landschaftstour)
- Schlaifhausen – Walberla und Rodenstein (die schönsten Ausblicke)
Zusammen zeigen sie fast alles, was die Fränkische Schweiz für uns ausmacht: Wasser, Felsen, Burgen, Wälder, Aussicht und jede Menge Abenteuer für Mensch und Hund. 🐾
Die schönsten Sehenswürdigkeiten mit Hund in der Fränkischen Schweiz

Die Fränkische Schweiz ist eine Region, die man nicht nur erwandern, sondern auch entdecken kann. Zwischen den Tälern und Höhenzügen verstecken sich Tropfsteinhöhlen, Burgruinen, bizarre Felsformationen und geologische Besonderheiten, die teilweise zu den bekanntesten Naturdenkmälern Bayerns zählen.
Besonders angenehm für Hundemenschen: Viele dieser Sehenswürdigkeiten liegen mitten in der Natur und lassen sich gemeinsam mit dem Vierbeiner erkunden.

Binghöhle bei Streitberg: Tropfsteinhöhle mit Hund
Wer mit Hund unterwegs ist, kennt das Problem: Kaum eine Schauhöhle erlaubt vierbeinige Begleitung. Umso größer war unsere Freude, als wir erfahren haben, dass Hunde in der Binghöhle willkommen sind.
Die 1905 entdeckte Höhle gehört zu den bedeutendsten Tropfsteinhöhlen der Fränkischen Schweiz. Auf rund 300 Metern führen beleuchtete Wege durch eine faszinierende Unterwelt aus Tropfsteinen, Sinterbecken und bizarren Kalkformationen.
Gerade an heißen Tagen ist der Kontrast zwischen dem sommerlichen Wiesenttal und der angenehm kühlen Höhlenwelt deutlich spürbar – eine willkommene Abwechslung für Hund und Mensch.
Warum sich der Besuch lohnt:
- eine der bekanntesten Tropfsteinhöhlen Frankens
- Hunde dürfen mit hinein
- angenehm kühl an heißen Sommertagen
- perfekt mit einer Wanderung zur Ruine Streitberg kombinierbar
Unser Tipp: Die Binghöhle lässt sich ideal mit unserer Rundwanderung über Muschelquelle, Burgruine Streitberg und Felsenschlucht verbinden.

Riesenburg bei Doos: eine eingestürzte Höhle von gewaltigen Ausmaßen
Die Riesenburg gehört zu den Orten, die auf Fotos beeindruckend wirken – und in Wirklichkeit noch spektakulärer sind. 🤩
Genau genommen handelt es sich nicht um eine Burg, sondern um die Überreste einer riesigen Höhle. Vor Jahrtausenden stürzte ihre Decke ein. Zurück blieb ein offener Kessel aus gewaltigen Kalkfelsen, die heute wie die Mauern einer Naturkathedrale aufragen. Über Treppen und Stege gelangen Besucher*innen mitten hinein.
Wir waren vom Ausmaß der Höhle begeistert. Amos hingegen fand die vielen Felsspalten besonders interessant. Für uns alle einfach großartig!
Warum sich der Besuch lohnt:
- eine der beeindruckendsten Karsterscheinungen der Fränkischen Schweiz
- frei zugänglich mit Hund
- spektakuläre Fotomotive
Unser Tipp: Anschließend an der Wiesent baden gehen oder im Biergarten der Zeitinsel Doos einkehren. Einer unserer liebsten Orte in der Fränkischen Schweiz.

Steinerner Beutel in Waischenfeld: kurioses Wahrzeichen der Region
Manche Sehenswürdigkeiten sind beeindruckend. Andere sind einfach skurril. Der Steinerne Beutel gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.
Auf einer schmalen Felssäule oberhalb von Waischenfeld steht ein kleiner runder Turm, der wirkt, als hätte jemand das Häuschen einer Schlumpf-Familie auf einen Felsen gesetzt. Von weitem erinnert die Silhouette tatsächlich an einen Beutel – daher der ungewöhnliche Name.
Der Turm stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert und war Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Heute zählt er zu den bekanntesten Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz.
Warum sich der Besuch lohnt:
- mit Hund frei zugänglich
- einzigartiges Motiv
- schöner Aussichtspunkt über das Wiesenttal
- spannende Stadtgeschichte
Unser Tipp: Den Besuch mit einer Einkehr im Biergarten der Burg Waischenfeld verbinden. Die Burg liegt nur wenige Schritte vom Steinernen Beutel entfernt. Im Biergarten lässt sich im Schatten alter Kastanien die Zeit vergessen.

Burg Pottenstein: altes Machtzentrum über dem Püttlachtal
Hoch über Pottenstein thront eine der bekanntesten Burgen der Fränkischen Schweiz auf einem Felsplateau. Die Anlage, errichtet im 11. Jahrhundert, prägt bis heute das Stadtbild.
Schon der Blick von unten gehört für uns zu den schönsten Postkartenmotiven der Region. Besonders eindrucksvoll wirkt die Burg, wenn man aus dem Püttlachtal zurück in Richtung Altstadt wandert.
Auch ohne Besichtigung vermittelt die Anlage einen guten Eindruck davon, warum Burgen in der Fränkischen Schweiz einst so wichtig waren: Von hier oben ließ sich das Tal hervorragend kontrollieren.
Warum sich der Besuch lohnt:
- eines der bekanntesten Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz
- beeindruckende Lage über Pottenstein
- schöne Fotomotive
- ideal mit Stadtbummel oder Wanderung kombinierbar

Aufstieg zum Rodenstein, Rückblick aufs Walberla
Walberla – der berühmteste Aussichtspunkt der Fränkischen Schweiz
Eigentlich ist das Walberla keine klassische Sehenswürdigkeit, sondern ein Berg. Trotzdem darf es in dieser Liste nicht fehlen.
Die Ehrenbürg, wie der Höhenzug offiziell heißt, zählt zu den bekanntesten Naturdenkmälern Frankens. Von den Hochflächen reicht der Blick weit über die Fränkische Schweiz und die angrenzenden Landschaften.
Dazu kommen mehrere Jahrtausende Geschichte: Archäologische Funde belegen Besiedlungen seit der Jungsteinzeit. Damit gehört das Walberla zu den bedeutendsten vorgeschichtlichen Fundorten Bayerns.
Warum sich der Besuch lohnt:
- vielleicht die schönste Aussicht der Region
- schöne Wanderwege
- außergewöhnlich artenreiche Natur
- spektakuläre Sonnenuntergänge
Unser Tipp: Im Frühsommer zur Wildblumenblüte besuchen. Besonders schön auf dieser Wanderung zu erkunden.
Die schönsten Einkehrmöglichkeiten mit Hund in der Fränkischen Schweiz

Brotzeit in der Sachsenmühle
Die Fränkische Schweiz gilt als Region mit der höchsten Brauereidichte der Welt – und als Region für Genießer*innen. Fast jeder Weiler scheint seine eigene Gaststätte, Brauereischänke oder Brotzeitstube zu haben. Besonders gefallen hat uns die entspannte, unkomplizierte Atmosphäre. Wanderstiefel, Hund und ein bisschen Staub vom Weg gehören hier ganz selbstverständlich dazu. 🐾🍻🌿
Viele der schönsten Einkehrmöglichkeiten liegen dort, wo wir nach einer Wanderung ohnehin gern noch etwas länger bleiben: direkt am Wasser. Sehr beliebt – vor allem bei Familien mit Kindern und Hund sind außerdem die Gaststätten in historischen Burghöfen, viele davon mit alten Kastanien. Oft reicht schon eine einfache Brotzeit, ein Stück Kuchen oder eine kalte Apfelschorle, um aus einer schönen Wanderung einen perfekten Tag zu machen.
Hier unsere drei liebsten Einkehrmöglichkeiten mit Hund direkt am Wasser:

Brückla in Muggendorf: Naturkino an der Wiesent
Wenn wir nach einer Wanderung im Wiesenttal noch einkehren möchten, landen wir oft im Brückla in Muggendorf. Der Biergarten liegt direkt an der Wiesent. Während wir essen, ziehen Kanufahrer*innen, Radler*innen und Wandernde vorbei. Man sitzt also in der ersten Reihe eines kleinen Naturkinos.
Besonders schön: Unser Hund kann sich vorher oder nachher noch einmal am Wasser abkühlen. Die Küche bietet eine Mischung aus fränkischen und kroatischen Klassikern.
Ideal nach: Wanderungen rund um Streitberg, die Binghöhle oder die Burgruine Neideck.

Sachsenmühle bei Gößweinstein: Brotzeit am alten Wehr
Dieser Ort atmet Geschichte. Hier ist nichts perfekt saniert – und gerade deshalb so stimmungsvoll. Wir sitzen hier unter alten Kastanien direkt an der Wiesent vor einem historischen Mühlengebäude.

Die Gastwirt*innen sind herzlich, die Kuchen und typisch fränkischen Brotzeiten hausgemacht und superlecker. Während die Wiesent vorbeiplätschert, kann man hier herrlich die Zeit vertrödeln, derweil unser Hund ein kleines Schläfchen macht.
Ideal nach: Wanderungen rund um Gößweinstein, Tüchersfeld oder das Wiesenttal.

Zeitinsel Doos: Genießen mit den Füßen im Wasser
Wenn wir nur eine Einkehrmöglichkeit nennen dürften, die man in der Fränkischen Schweiz unbedingt erlebt haben sollte, wäre es vermutlich die Zeitinsel in Doos.
Das historische Gasthaus liegt direkt am Zusammenfluss von Aufseß und Wiesent. Der Biergarten wirkt ein wenig so, als hätten Menschen ihn nicht geplant, sondern einfach dort entstehen lassen, wo es am schönsten ist. Zwischen Tischen und Bänken auf der Wiese am Wasser finden sich Schaukeln, Hängematten und Klappstühle, die man dorthin räumen kann, wo es einem am besten gefällt.

Wir haben hier Menschen gesehen, die den ganzen Nachmittag mit den Beinen im Wasser gegessen und getrunken haben. Das sagt eigentlich schon alles über die Atmosphäre dieses Ortes.
Wer länger bleiben möchte, kann sogar direkt vor Ort übernachten.
Ideal nach: einem Besuch der Riesenburg oder einer Wanderung durchs Aufseßtal.
🏰🍗Viele der gut erhaltenen Burgen in der Fränkischen Schweiz bieten auch Burgschänken. Stellvertretend für die vielen hier zwei, die wir mit Hund besucht haben.

Burg Waischenfeld: Brotzeit zwischen alten Mauern
Im Biergarten der Burg Waischenfeld sitzen wir mitten in einer historischen Burganlage unter ausladenden Bäumen. Mit Hund völlig entspannt.
Besonders gut lässt sich die Einkehr mit einem Spaziergang zum Steinernen Beutel verbinden.

Burg Rabenstein: Einkehr in der Eventhochburg
Burg Rabenstein gehört zu den Gästemagneten in der Region. Kein Wunder. Jeden Tag steht ein Event auf dem Kalender, von Konzerten über Mittelaltermarkt bis zum Barbecue mit ganzem Wildschwein am Spieß. Neben der sehr gut erhaltenen Burg, die außerdem ein Hotel beherbergt, bietet die Anlage außerdem eine Falknerei und die Sophienhöhle.
Wichtig für Hundemenschen:
- Hunde dürfen weder an den Burg -, noch an den Höhlenführungen teilnehmen.
- Im Burgrestaurant sind Hunde nicht gestattet.
- Als Hotelgäste sind Hunde willkommen.
- Auf dem Mittelaltermarkt sind angeleinte Hunde erlaubt.
Wer Rabenstein als Gruppe besucht, kann sich prima aufteilen. Während die einen zum Beispiel die Burg besichtigen, können die anderen auf einem schönen Wanderweg die Burg umrunden und danach in der Gutsschänke einkehren.
Die schönsten Orte mit Hund in der Fränkischen Schweiz
Die Fränkische Schweiz besteht nicht aus einer einzigen großen Ferienregion mit touristischem Zentrum. Stattdessen verteilen sich Sehenswürdigkeiten, Wandergebiete und Einkehrmöglichkeiten auf viele Täler und Hochflächen mit zahlreichen kleinen und wenigen großen Orten. Einige davon sind einen Besuch wert.

Altstadt von Pottenstein
Pottenstein: Wanderhauptstadt zwischen Felsen und Flüssen
Für uns einer der schönsten Ausgangspunkte für einen Urlaub mit Hund in der Fränkischen Schweiz. Über der Altstadt thront die mittelalterliche Burg Pottenstein, während sich unten die Püttlach durch das Tal schlängelt. Zu den Gästemagneten zählen die Teufelshöhle, der Schöngrundsee mit Bootsverleih und die freischwebende Aussichtsplattform „Himmelsleiter“. Pottenstein liegt am Knotenpunkt vieler Wanderwege zu einigen der schönsten Landschaften der Region, etwa ins Klumpertal, ins Obere Püttlachtal oder zur Burgruine Hollenberg. Besonders an heißen Sommertagen gefällt uns die Kombination aus schattigen Tälern, Wasser und Einkehrmöglichkeiten.

Gößweinstein: Burg, Basilika und Felsenwelten
Kaum ein Ort vereint die typischen Bilder der Fränkischen Schweiz so eindrucksvoll wie Gößweinstein. Hoch über dem Tal stehen Burg und Basilika beinahe Tür an Tür. Der Ort gilt als eines der wichtigsten Wallfahrtszentren Frankens und ist zugleich ein hervorragender Ausgangspunkt für Wanderungen zum Felsendorf Tüchersfeld, zum Felsentor oder in die umliegenden Wiesenttäler.

Waischenfeld: Herz der Burgenregion
Mitten in der Fränkischen Schweiz gelegen, wird Waischenfeld von Burgen, Felsen und dem Flüsschen Wiesent geprägt. Wahrzeichen ist der Steinerne Beutel, ein mittelalterlicher Turm auf einer freistehenden Felssäule. Rund um den Ort liegen zahlreiche Wanderziele wie die Versturzhöhle Riesenburg, die Burg Waischenfeld oder die Doos mit dem Zusammenfluss von Wiesent und Aufseß. Für uns gehört das Örtchen Waischenfeld zu den Orten, die man wunderbar mit Wandern, Einkehren und Entdecken verbinden kann.
Ebermannstadt: Tor zum Wiesenttal
Ebermannstadt gilt als einer der wichtigsten Orte im Wiesenttal und wird oft als Tor zur Fränkischen Schweiz bezeichnet. Von hier erreicht man einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region, darunter die Burgruine Neideck, die Neideckgrotten oder das benachbarte Streitberg. Eine Hundefreundin hat uns erzählt, dass die historische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, Cafés und Gasthäusern sehr einladend sei und mit Hund gut zu entdecken. Deshalb steht der Ort jetzt bei uns auf der Bucketlist. 😊
Forchheim: Eingangstor zur Fränkischen Schweiz
Streng genommen liegt Forchheim bereits am Rand der Fränkischen Schweiz. Viele Urlauberinnen und Urlauber starten ihre Reise jedoch genau hier. Die historische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und die berühmte Kaiserpfalz gelten als sehenswerte Zwischenstopps auf dem Weg in die Region. Besonders schön: „Klein Venedig“, das charmante Viertel an der Wiesent zwischen der Brücke in der Vogelstraße und der Spitalkirche. Auch Forchheim steht noch auf unserer Bucketlist.
Übernachten mit Hund in der Fränkischen Schweiz
Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder Urlaub auf dem Bauernhof: In der Fränkischen Schweiz gibt es zahlreiche hundefreundliche Unterkünfte. Eigene Erfahrungen können wir dazu allerdings nicht beisteuern, denn wir sind mit Wohnmobil unterwegs. Deshalb stellen wir euch hier die drei Camping- und Stellplätze vor, die wir selbst kennengelernt haben.

Campingplatz Bärenschlucht bei Pottenstein
Ein Geheimtipp ist der Campingplatz Bärenschlucht längst nicht mehr. Im Gegenteil: Gerade an langen Wochenenden und in den Sommerferien musst du lange vorher reservieren, um noch einen Platz zu ergattern. Und das hat viele gute Gründe.
Zum einen die Lage. Die ist einfach großartig. Der Platz liegt mitten im Püttlachtal am Rand der Bärenschlucht, umgeben von hohen Felswänden und Wanderwegen. Direkt über das Gelände gurgelt die glasklare Püttlach, in der man an warmen Tagen wunderbar die Füße abkühlen kann.
Auch kulinarisch hebt sich der Platz von vielen anderen Campinganlagen ab. Im Restaurant landen regelmäßig hausgemachte Spezialitäten aus eigener Jagd auf der Karte. Natürlich auch Vegetarisches.
Hunde sind willkommen. Die eigentlichen Chefs des Platzes sind allerdings zwei ausgesprochen verschmuste Campingplatzkatzen. Sie halten sich klugerweise von den Stellplätzen fern, freuen sich aber immer über eine Streicheleinheit auf dem Weg zum Waschhaus. Unser Amos sieht das naturgemäß etwas kritischer. 😄
Die ganze Anlage inklusive des Sanitärbereichs ist ausgesprochen gepflegt und wird kontinuierlich modernisiert und in Schuss gehalten.
Zum Anbieter: baerenschlucht-camping.de

Glamping Park Schloss Thurn
Wenn rund um Pottenstein nichts mehr frei ist, lohnt sich ein Blick auf den Glamping Park Schloss Thurn bei Forchheim am Rand der Fränkischen Schweiz.
Die Anlage ist noch sehr neu. Entsprechend modern präsentieren sich Stellplätze und Sanitärgebäude. Und die Bäumchen müssen noch ein wenig wachsen.

Vieles ist ungewöhnlich an diesem Platz: Die Toilette spricht mit ihren Nutzer*innen, über einer Hütte mit Getränkeautomaten erhellt ein gewaltiger Platik-Vollmond die Nacht. Und wenn abends der Freizeitpark Schloss Thurn schließt, zu dem der Campingplatz gehört, bleiben die Türen des Parks offen. Dann dürfen Campinggäste durch die Westernstadt spazieren und im Saloon einkehren – bei Burgern, Spareribs & Co.
Zum Anbieter: glampingpark-schloss-thurn.de

Bernerhof Prüllsbirkig
Wer keinen klassischen Campingplatz benötigt mit Sanitäreinrichtungen benötig und gerne ruhig im Grünen steht, dem können wir die Wohnmobil- und Wohnwagenstellplätze am Bernerhof empfehlen.
Der familiengeführte Bauernhof liegt mitten zwischen Wiesen, Feldern und Wanderwegen. Statt Animation und Campingplatztrubel gibt es hier viel Platz, eine entspannte Atmosphäre und nette Gespräche mit der Gastgeberfamilie.

Besonders gefallen haben uns die kleine Brotzeitstube und der Hofladen. Nach einer Wanderung noch lange draußen sitzen, etwas Regionales essen und den Tag ausklingen lassen – Franken wie wir es lieben.
Zum Anbieter: bernerhof.de
Fazit: Eine Region, in die wir immer wieder zurückkehren

Es gibt Reiseziele, die man einmal besucht und dann abhakt. Die Fränkische Schweiz gehört für uns nicht dazu. Vielleicht liegt es an den stillen Tälern mit ihren klaren Bächen. Vielleicht an den uralten Buchenwäldern, den Felsen, Burgen und Höhlen. Oder daran, dass hier Genuss und Natur so entspannt zusammenfinden.
Was uns besonders gefällt: Man muss keine langen Anfahrten in Kauf nehmen, um viel zu erleben. Zwischen Wiesent, Püttlach und Aufseß liegen Wanderungen, Einkehrmöglichkeiten und Naturerlebnisse oft nur wenige Minuten auseinander. Gerade mit Hund macht das die Region unglaublich unkompliziert.
Wir waren inzwischen mehrfach hier unterwegs – und haben immer noch das Gefühl, es bleibt noch viel zu entdecken. Ein sehr gutes Zeichen für eine Urlaubsregion, finden wir. 🐾♥️

