Pottenstein, Fränkische Schweiz: Rundwanderung Püttlachtal – Hollenberg – Bergwachthütte
Würde man unseren Hund nach seiner bisher schönsten Wanderung in der Fränkischen Schweiz fragen, er würde vermutlich diese Runde nennen. 🐾🌳
Vielleicht weil wir über weite Strecken auf hundepfotenweichen Waldpfaden unterwegs sind, die Püttlach meist nur einen Sprung entfernt. Sicher auch, weil er im Biergarten der Bergstation Hollenberg unter der gleichnamigen Burgruine ein winziges Eckchen Käsebrot abgestaubt hat und später im Brotzeitstüberl des Berner Hofs in Prüllsbirkig noch ein kleineres Stück Käsekuchen. Vor allem aber, weil diese Wanderung landschaftlich kaum Wünsche offenlässt.
Das Obere Püttlachtal gilt nicht ohne Grund als eines der schönsten Wandergebiete der Fränkischen Schweiz. Auf fast zehn Kilometern ist das Tal praktisch verkehrsfrei und nur über Wanderwege erschlossen. Die klare Püttlach schlängelt sich durch einen herrlichen Mischwald, während links und rechts immer wieder bizarre Dolomitfelsen aufragen. 🌿💧 An der markanten Kletterwand Geiskirche mit ihrer berühmten „Hohen Nase“ lässt sich gut erkennen, warum die Fränkische Schweiz bei Kletterfans so beliebt ist. Archäologische Funde belegen zudem, dass Menschen hier bereits in der Mittelsteinzeit unterwegs waren.
Ein weiterer Höhepunkt ist die Ruine Hollenberg. Von der einstigen Burg sind zwar nur wenige Mauerreste erhalten, der Blick über die Wälder der Fränkischen Schweiz entschädigt dafür jedoch mühelos. Direkt unterhalb lädt die Bergstation Hollenberg zur Rast ein – ein Ort, an dem wir Wanderfans aus ganz Deutschland getroffen haben.
Zum Finale wartet dann noch einmal ganz großes Kino. Vom Bergwachtkreuz und der Bergwachthütte schweift der Blick über Pottenstein mit seiner gut erhaltenen Burg, den Fachwerkhäusern der Altstadt und den sonnenwarmen Kalkmagerrasen an den Talhängen. Im Frühjahr und Frühsommer blühen hier Akeleien, Salbei und zahlreiche andere Wildblumen, während Schmetterlinge durch die warme Luft tanzen. 🦋🌸
Unser Hund hat also durchaus gute Gründe. Für uns ist diese Runde bislang ebenfalls die schönste Wanderung in der Fränkischen Schweiz.
⚠️🐕🦺 Wichtig für Hundemenschen: Die Tour eignet sich besonders für heiße Tage. Wir sind über weite Strecken im Waldschatten und lange Zeit in der Nähe der Püttlach unterwegs. Dadurch ergeben sich immer wieder Möglichkeiten für eine kleine Abkühlung.
🥾🐾 Unter Füßen und Pfoten: überwiegend weiche Wiesen- und Waldpfade, kurze Abschnitte auf befestigten Forstwegen sowie wenig befahrenen, asphaltierten Straßen.
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🗺️ Wegbeschreibung: Ausgangspunkt unserer Rundwanderung ist der Wanderparkplatz am Ortseingang von Pottenstein an der Bundesstraße. Hier lässt sich auch ein Wohnmobil abstellen, Übernachten ist ebenfalls möglich.
Wir überqueren die Bundesstraße in Richtung Burg Pottenstein und halten uns links. Über die Pegnitzer Straße laufen wir um den Fuß des Burgbergs und gelangen auf die Hauptstraße. Vorbei an der Kirche St. Bartholomäus führt uns der Weg durch die Altstadt mit ihren schmucken Fachwerkfassaden. Anschließend folgen wir dem Löhrgäßchen in Richtung Wald.
Nun geht es lange Zeit an der Püttlach entlang, mal etwas oberhalb des Wassers, mal direkt am Ufer. Unterwegs passieren wir die Kneippanlage am gegenüberliegenden Ufer. Schließlich überqueren wir den Fluss über eine Brücke und halten uns rechts. Der breite Weg wird bald wieder zu einem schmalen Waldpfad, der uns immer weiter durch das idyllische Obere Püttlachtal führt.
Wir passieren die Kletterfelsen der Geiskirche mit der markanten Formation „Hohe Nase“ und folgen anschließend der Markierung „Rotes Kreuz“ weiter durch den Wald.
Im ständigen Auf und Ab führt uns der Weg durch die abwechslungsreiche Felslandschaft des Tals. Schließlich überqueren wir die Püttlach erneut über eine Brücke. Über den sogenannten Heiligensteg verlassen wir das Tal und steigen in Richtung Hollenberg auf.
Forstweg, Wirtschaftsweg und Waldpfad wechseln sich nun ab. Dann erreichen wir einen schmalen Durchlass zwischen den Felsen – und stehen plötzlich mitten im Biergarten der Bergstation Hollenberg. An sonnigen Wochenenden und Feiertagen gibt es hier Kaffee, Kuchen und liebevoll hergerichtete Brotzeiten. Ist die Hütte geschlossen, kann man sich am Getränkeautomaten bedienen.
Nach einer ausgedehnten Rast steigen wir hinauf zur Ruine Hollenberg. Von der einstigen Burg sind nur noch wenige Mauerreste erhalten, dafür genießen wir einen schönen Blick über die Wälder der Fränkischen Schweiz.
Nach dem Abstieg halten wir uns links und folgen dem Wirtschaftsweg bergab. Bald tauchen wir wieder in den Wald ein.
Der Rückweg führt uns zunächst auf der Markierung „Blauer Punkt“ zurück ins Püttlachtal und anschließend steil hinauf nach Prüllsbirkig. Dort legen wir im Brotzeitstüberl des Berner Hofs eine Pause bei Kaffee und Kuchen ein. Der Berner Hof bietet außerdem Ferienwohnungen sowie Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen.
Vorbei an den Wohnmobilstellplätzen folgen wir weiterhin dem Blauen Punkt. Am westlichen Ortsausgang führt uns der Weg zunächst durch offene Wiesen und später in den Staatsforst Prüll.
Dem Wegweiser zur Bergwachthütte folgend biegen wir kurz zuvor rechts zum Bergwachtkreuz ab. Wenig später stehen wir am großartigen Aussichtspunkt hoch über Pottenstein. Der Blick auf die Burg, die Altstadt und die umliegenden Felsen gehört für uns zu den schönsten der gesamten Tour.
Über den fast schon alpin anmutenden Heiner-Treuheit-Steig steigen wir zur Bergwachthütte hinab. Anschließend führen Treppen hinunter nach Pottenstein.
Wir überqueren die Püttlach ein letztes Mal und laufen auf bekanntem Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt.
- Sommer/Herbst
- Winter/Frühling
- Wasser an der Strecke
- Einkehr möglich
- ÖPNV möglich ( Anmerkungen: Diverse Busse zum Beispiel von Pegnitz Bahnhof )
- bezahltes Parken am Startplatz

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