Wandern mit Hund im Schwarzwald

Der Schwarzwald erstreckt sich von Pforzheim im Norden bis nach Waldshut-Tiengen im Süden und bietet eine erstaunlich vielseitige Landschaft: breite Forstwege wechseln sich mit schmaleren Pfaden ab, offene Hochflächen bieten Panorama-Ausblicke, während tief eingeschnittene Täler für Abwechslung sorgen. Je nach Region können Wanderungen eher gemütlich oder sportlich ausfallen. Dadurch eignet sich der Schwarzwald sowohl für ausdauernde, bergerfahrene Hunde als auch für entspannte Gassi-Touren mit moderaten Höhenmetern.

Das Wegenetz ist dicht, die Beschilderung meist zuverlässig und die Tourenauswahl reicht von entspannten See-Rundwegen bis hin zu anspruchsvollen Schluchten- und Gipfeltouren. Viele Strecken verlaufen durch dichte Wälder, die gerade im Sommer angenehme Temperaturen bieten. Gleichzeitig sorgen Bäche und kleinere Seen entlang der Wege regelmäßig für Abkühlungsmöglichkeiten.

Nordschwarzwald

Der Nordschwarzwald wirkt ursprünglicher und oft etwas ruhiger als die südlichen Teile. Dichte Wälder, Hochmoore und weitläufige Höhenzüge prägen das Landschaftsbild. Besonders rund um Baiersbronn, den Mummelsee und den Nationalpark Schwarzwald finden aktive Mensch-Hund-Teams abwechslungsreiche Touren.

Der Westweg, einer der bekanntesten Fernwanderwege Deutschlands, führt durch diese Region. Teilabschnitte eignen sich hervorragend für Tageswanderungen mit Hund. Breite Waldwege wechseln sich mit naturbelassenen Pfaden ab – ideal für Hunde, die gerne ausdauernd unterwegs sind.

Eckdaten

  • Lage: Nördlicher Teil des Schwarzwalds, grob zwischen Karlsruhe und Pforzheim im Norden, bis etwa Freudenstadt im Süden.
  • Höhe: Mittelgebirge, Gipfel meist 700–1.000 m, höchste Erhebung: Hornisgrinde (1.164 m).
  • Landschaft: Viele Tannen- und Fichtenwälder, charakteristische Grindenlandschaften auf den Höhen (offene Moor- und Weidelandschaften).
    Täler oft tief eingeschnitten, Flüsse: Murg, Enz, Nagold.
  • Klima: Relativ mild, aber winterlich für die Höhenlagen, weniger Niederschlag als im Südschwarzwald.

Hier in Ottenhöfen sind wir am Fuß der Schwarzwaldhochstraße.

Unterwegs auf der Schwarzwaldhochstraße

Zu den großen Besuchermagneten im Nordschwarzwald zählt die Schwarzwaldhochstraße, die zwischen Baden-Baden und Freudenstadt verläuft. Sie zählt zu den schönsten Panoramastraßen Deutschlands und ist der perfekte Einstieg in den Nordschwarzwald.

Auf rund 60 Kilometern schlängelt sie sich entlang aussichtsreicher Höhenzüge, vorbei an dichten Tannenwäldern und weiten Blicken bis in die Rheinebene. Aber keine Sorge: Auch mit unserem alten und komplett untermotorisierten Wohnmobil haben wir die Steigungen gut bewältigt. 😊

Über dem Mummelsee erhebt sich die Hornisgrinde mit Aussichtsturm.

Ein besonderes Highlight entlang der Hochstraße ist der sagenumwobene Mummelsee unterhalb der Hornisgrinde (1.164,4 m), dem höchste Berg des Nordschwarzwaldes. Der See, dunkel schimmernd, von Wald umgeben und von zahlreichen Mythen umrankt, bietet sich an als idealer Stopp für einen Spaziergang mit Hund oder eine kleine Auszeit mit Seeblick.

Der Mummelsee ist außerdem Ausgangspunkt aussichtsreicher Wanderungen im Nationalparkgebiet. Zu den schönsten Wegen gehört sicher der „Genießerpfad Mummelsee-Hornisgrindepfad“. Er bietet nicht nur traumhafte Ausblicke, sondern führt uns auch durch das Moor rund um den Mummelsee und hinauf auf den Aussichtsturm auf der Hornisgrinde. Bislang kennen wir die Hornisgrinde von oben nur aus der Wettervorhersage. Auch deshalb steht der Genießerpfad noch auf unserer Bucketlist. Mehr Infos zum Pfad, der aus Artenschutzgründen in den Wintermonaten abschnittsweise gesperrt ist, findet ihr auf schwarzwald-tourismus.de

Übernachten mit Hund im Nordschwarzwald

Der Nordschwarzwald bietet Hundeleuten viele passende Unterkünfte, von Pensionen bis zu gehobenen Hotels zum Beispiel in Baden-Baden. Als begeisterte Camper haben wir nach einem Campingplatz gesucht – und mit dem Campingplatz Murhof einen absoluten Glückstreffer gelandet.

Der Campingplatz liegt auf dem Gelände eines historischen Bauernhofs am Beginn der Schwarzwaldhochstraße. Heimeliges Schwarzwaldflair trifft hier auf moderne Serviceeinrichtung und ganz viel Hunde- und Menschenfreundlichkeit. Am Platz konnten wir direkt zu schönen Gassi-Runden aufbrechen.

Tourentipps

Südschwarzwald

Der Naturpark Südschwarzwald liegt im äußerten Südwesten Deutschland. Er erstreckt sich in Ost-West-Richtung von Bad Dürrheim bis Freiburg, in Nord-Süd-Richtung von Herbolzheim bis Lörrach. Auf seinem Gebiet stehen mit dem Feldberg (1.493m) und dem Belchen (1.414m) die höchsten Berge des Schwarzwald. Dazu kommen urige Bauernhöfe, dichte Wälder und wilde Schluchten und richtig schöne Wanderwege.

Eckdaten

  • Lage: Südlicher Teil des Schwarzwalds, von etwa Titisee-Neustadt bis an die Schweizer Grenze.
  • Höhe: Gipfel meist 1.000–1.500 m, höchste Erhebung: Feldberg (1.493 m).
  • Landschaft: Steile Berge, tiefe Täler und viele Seen (z. B. Titisee, Schluchsee).
    Dichter Nadelwald, teilweise Almwiesen auf den Hochflächen.
  • Klima: Kühler und niederschlagsreicher, schneereiche Winter, daher beliebtes Wintersportgebiet.

 

Mit 3 Hunden im Münstertal.

Übernachten mit Hund im Südschwarzwald

Im Südschwarzwald, genauer gesagt: im Münstertal, haben wir unseren allerersten Campingurlaub verbracht – ein Testlauf unter herausfordernden Bedingungen. Denn wir hatten nicht nur unsere beiden eigenen Hunde, Carama (Ridgeback) und Moya (Spanischer Schmecker), dabei, sondern holten im Schwarzwald auch unsere Pflegehündin Sasha ab. Sasha kam gerade aus der Tötung, war unterernährt und konnte sich mangels Muskeln kaum auf den Beinen halten. Was wir als Camping-Neulinge damals noch nicht wussten: Mit dem Campingplatz Münstertal nahe Freiburg hatten wir sicher einen der besten Orte für unsere bunte Truppe erwischt.

Nicht nur, dass hier 3 Hunde pro Parzelle erlaubt sind – eher die Ausnahme. Wir konnten auch ein persönliches Mietbad dazubuchen, um uns ans Campen heranzutasten. Und für die Hunde gibt es großzügige Hundeduschen, was gerade Sasha gut gebrauchen konnte. Die Betreiber sind ausgesprochen Hunde- und Menschen-freundlich. Gleiches gilt für die Gäste, von denen viele schon seit Jahren immer wieder kommen. Die Atmosphäre auf dem Platz ist sehr familiär, und Neulinge werden freundlich aufgenommen. Die Umstehenden halfen uns mit Campingtipps und beim Aufbau des Vorzelts. Viele Gäste kamen bald jeden Abend vorbei, um sich von Sashas Fortschritten zu überzeugen.

Der Campingplatz Münsterland ist seit 50 Jahren in Familienbesitz, wird ständig weiterentwickelt und gehört heute zu den Top-Plätzen in Deutschland. Er bietet vielerlei Annehmlichkeiten – vom geheizten Indoor- und Outdoorpool über Massageanwendungen bis zum bestens ausgestatteten Supermarkt. Was uns ebenfalls begeistert hat: die Lage mitten im Münstertal.

Mehr zum Campingplatz Münstertal gibt’s auf camping-muenstertal.de

Traumziel im Südschwarzwald: das Münstertal

Das Münstertal liegt eingebettet zwischen dem Markgräflerland und dem Hochgebirgsteil des Schwarzwalds. Es erstreckt sich in Höhenlagen von etwa 400 bis 1.400 m und bietet auch deshalb eine enorme landschaftliche Vielfalt. Es gilt als „Tal der hundert Täler“: Zahlreiche Seitentäler, Bäche und abwechslungsreiche Wald- und Wiesengebiete prägen das Panorama.

Für lange Wanderungen war unsere Pflegehündin Sasha während unseres Urlaubs noch nicht fit genug. Und so steht das Münstertal ganz oben auf unserer Bucketlist. Denn es gibt noch so viel mit Hund zu entdecken.

P.S.: Unsere Sasha fand übrigens wenige Wochen nach unserem Urlaub eine liebevolle Familie. 💞

Der Hochschwarzwald

Der Hochschwarzwald liegt im südlichen Teil des Schwarzwalds, eingebettet zwischen dem südlichen Oberrheintal im Westen und dem Hotzenwald sowie der Schweizer Grenze im Süden. Geografisch zeichnet er sich durch seine hohen Berge und weitläufigen Plateaus aus, die ihn vom mittleren und nördlichen Schwarzwald deutlich unterscheiden. Dazu gehören, neben den bereits erwähnten Feldberg und Belchen auch das Herzogenhorn. Genauso wie die beiden großen Seen Schluchsee und der Titisee zählen sie zum Hochschwarzwald.

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