Stettin ist nicht nur die siebtgrößte Stadt Polens. Mit ihren Alleen, Parks und Gärten gilt sie auch als die grünste Stadt des Landes – ideal für einen Bummel mit Hund.
Unser Spaziergang durch die quirlig-sympathische Universitätsstadt an der Oder mit ihrem verwegenen Mix aus sozialistischen Plattenbauten, modernster Architektur (besonders toll: die neue Philharmonie, die an Eisberge erinnert) und altehrwürdigen Gebäuden wie dem bekannten Pommernschloss startet am „Plac Grundwaldzki“ im Zentrum. Um den Platz herum sehen wir eine erste polnische Besonderheit für Vierbeiner: neben den Kotbeutelstationen (mit Papier- statt Plastiktüten) finden sich Sandkisten, darin jeweils ein großer Steinbrocken – zum Beinchen-Heben. Damit der Hund die liebevoll angelegten Blumenrabatten entlang der Flaniermeilen verschont.
Vom Platz folgen wir der breiten „Aleja Papieza Jana Pawla II (Papst Johannes Paul II Allee) Richtung Universität und Stadtverwaltung Stettin (Urzad Miasta Szczecin). In der Mitte der Alle läuft ein schön angelegter Fußgängerweg, breiter als die Fahrspur. Ohne auf den Verkehr achten zu müssen, schlendern wir an etlichen schönen Fassaden vorbei, an Bistros und Cafés, darin Menschen mit Chai Latte und Laptop, nicht anders als in Berlin oder Köln. Zur Rechten springt uns ein historisches Backsteingebäude ins Auge. Es beherbergt das Rektorat der Uni Stettin. Vor uns sehen wir bald ein lindgrünes, neobarockes Gebäudeensemble: die Stettiner Stadtverwaltung, errichtet ab 1925 als Sitz der Behörden der Provinz Pommern. Wir gehen durch einen der Torbögen – und findet uns direkt am Eingang zum Jan-Kasprowicz-Park wieder. Wir folgen der breiten Kastanienallee mit ihren Foodtrucks (sehr lecker: das Chili sin carne 😋) immer geradeaus, überqueren die schmale Ksiedza Piotra Skargi und laufen weiter, vorbei an Blumenbeeten und einer martialisch anmutenden Adler-Skulptur (Denkmal „Tat der Polen“) in den nun wilden Teil des Parks hinein. Links von uns liegt die Hundewiese, doch kein Kumpel zum Spielen da. Wir drehen eine große Runde unter ausladenden Bäumen, kommen vorbei an den „Feuervögeln“ von Hasior, die sich Amos genauer anschaut. In der Rusalka legt Amos noch eine Planschpause ein. Dann geht’s am Flussufer zurück durch den Park.
Rückweg wie Hinweg.
check Sommer/Herbst
check Winter/Frühling
check Wasser an der Strecke
check Einkehr möglich
check bezahltes Parken am Startplatz
error_outline (Überwiegend) Leinenpflicht
Amos auf der Skulptur "Feuervögel" im Jan-Kasprowicz-Park von Stettin. Guter Ausblick von hier oben. :-)
Ausgangspunkt unserer Tour: der Plac Grundwaldzki mit den besonderen Hunde-WCs drumherum. Der Stein in der Sandkiste ist zum Beinchen heben gedacht.
Unterwegs auf der Aleja Papieza Jana Pawla II (Papst Johannes Paul II Allee) Richtung Universität.
Die Stettiner Stadtverwaltung, dahinter liegt der Park.
Die Hundekotbeutel sind aus Papier mit Papp-Schaufel. Sehr nachhaltig.
Vorbei an Blumenrabatten geht`s in den wilden Teil.
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