Berchtesgaden: Rundwanderung Gerer Höhenweg & Gerer Klamm

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Um es gleich vorwegzunehmen: Diese Runde verläuft zu rund zwei Dritteln der Strecke auf geteerten (kaum befahrenen) Almsträßchen. Trotzdem hat sie uns und unserem Amos gut gefallen. Denn sie bietet auch rechts und links der Teerwege viel zum Schnüffeln. Und sie verwöhnt uns mit Postkartenkulissen: sanftes Hügelland mit mächtigen Bauernhöfen, Hühnern, Ziegen, Alpakas, dazwischen die bekannte Wallfahrtskirche Maria Gern, überragt von der Berchtesgadener Bergwelt mit Watzmann und Untersberg. Was uns und unserem 🐶Spaß macht: die Landschaft ist abwechslungsreich. Wiesen, Wald, dazwischen zwei Schluchten mit Wasserläufen – Abenteuerspielplätze für unseren Hund. Fazit: Der Gerer (oder Gerner) Höhenweg, der die Ortsteile Vordergern, Obergern und Hintergern erschließt, eignet sich unser Erachtens wunderbar für sonnige Tage in der Übergangszeit, wenn naturnahe Wege im Matsch versinken oder (noch) unter hohem Restschnee begraben liegen.

Unterwegs gibt es mehrere Einkehrmöglichkeiten – im Winter haben jedoch viele Gasthäuser geschlossen. Wer also wie wir im Winter kommt, sollte mit eigener Brotzeit und ausreichend Getränken planen.

🐕‍🦺Innerorts gilt wie immer Leinenpflicht. Wir waren außerhalb der Weidezeit und fast allein unterwegs. So konnten wir unseren Hund abschnittsweise freilaufen lassen. Während der Weidesaison quert die Strecke auch Kuhweiden bzw. führt an diesen vorbei.

🥾🐾 Unter Füßen und Pfoten: Rund ¾ Asphalt, daneben Wiesen- und Waldpfade, befestigte, d.h. sanft geschotterte Forst- und Fußwege, z.B. durch die Klamm.

🗺️Wegbeschreibung: Startpunkt unserer Runde ist der Parkplatz am Straßenrand oberhalb der Wallfahrtskirche Maria Gern. Wir laufen bergab zur Kirche – und schauen abwechselnd hinein. Das lohnt sich. Der barocke Bau aus dem 17. Jahrhundert ist eines der bekanntesten Fotomotive im Berchtesgadener Land – und punktet auch mit inneren Werten. Besonders sehenswert ist das Gnadenbild der Madonna mit Kind und die stimmige Innenausstattung. Bis heute dient die Kirche als Wallfahrtsort.

Unterhalb der Kirche biegt links von der Hauptstraße der Klammweg ab. Wir folgen der Straße bergab, halten uns an der Gabelung im Talgrund rechts und folgen der kaum befahrenen Straße sanft bergauf, rechts von uns der Gerner Bach. Der Weg führt uns über eine Brücke über den Bach, stößt wieder auf den Klammweg, der schließlich auf die Gerner Straße mündet. Wir folgen der Straße sanft bergauf. An der Gabelung mit dem Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr halten wir uns links. Wir folgen dem Untersbergweg am Gerner Bach entlang recht steil bergauf – und werden bald mit großartigen Weitblicken belohnt.

Nach etwa einer Viertelstunde erreichen wir den Unterbergshof. Am Gatter biegen wir links ab und folgen der Beschilderung. Direkt am Abzweig in einem besonders schönen Bauernhaus findet sich die Töpferei von Rita Schumacher. Sie fertigt handgemachte Keramik – Geschirr und viele andere Stücke – spülmaschinenfest und frei von Schadstoffen. Wer sich vorab umsehen möchte.

Über den Abzweig links von Hof und Töpferei beginnt der schönste Teil der Strecke. Wir steigen wir über eine weite Wiese bergan. Jetzt, im Winter, weiden hier Lamas. Die Tiere, die für geführte Lama-Wanderungen gebucht werden können, zeigen sich uns gegenüber entspannt. Amos scheint sie jedoch nervös zu machen. Also halten wir es, wie wir es auch bei Kühen machen: Wir lassen ihn sehr eng bei uns laufen und decken ihn mit dem Körper ab. Und schon sind wir für die Lamas nicht mehr spannend.

Wir tauchen ein in einen schönen Wald mit Wasserlauf. Bergab und bergauf in einem Mix aus Wiesen- und Waldwegen spazieren wir Richtung Obergern. Am Stadlerhof stoßen wir wieder auf eine asphaltierte Straße. Dieser folgen wir recht eben und aussichtsreich. Der höchste Punkt der Tour liegt am Ascherlehen auf rund 1.040 Metern. Hier läuft es sich angenehm, bevor der längere Abstieg beginnt.

Ab dort wandern wir auf einem breiten Forstweg zügig bergab zum Planitschlehen. Bei Nässe, Schnee oder Laub kann es ein wenig rutschig sein. Unten treffen wir kurz auf eine Teerstraße und folgen ihr ein kleines Stück. Dann zweigt links ein Steig Richtung Bischofswiesen / Berchtesgaden ab. Diesem folgen wir bis zum Klapflehen. Anschließend gehen wir auf Asphalt weiter und halten uns bei der nächsten Möglichkeit wieder links talwärts bis zum Bereich Dietfeld an der Staatsstraße.

Dort gehen wir ein kurzes Stück nach links bis zur Straßenverzweigung und orientieren uns wieder Richtung Maria Gern.

An einer markanten, steilen Rechtskurve mit Bauernhof und Ziegenweide verlassen wir die Autostraße nach links. Hier beginnt der beschilderte Weg durch die schattige Klamm. Wir steigen über Treppen, gehen über breite Wegpassagen und queren insgesamt fünf Brücken, die längste davon etwa 18 Meter lang.

Am Ende der Klamm geht es über eine letzte Treppe hinauf zur Straße – und wir stehen wieder vor der Kirche Maria Gern.

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  • check bezahltes Parken am Startplatz
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