Donauwörth: Rundwanderung Edelweißweg

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Manchmal braucht es keine spektakuläre Bergtour, um richtig runterzukommen. Der Edelweißweg bei Donauwörth ist so eine Wanderung, die genau davon lebt: von Ruhe, weitem Blick und einer Landschaft, die sich ganz entspannt erschließt. Für Mensch und Hund ist das eine Tour zum Durchatmen. Wir laufen über den bewaldeten Jurarücken, wechseln zwischen lichtem Laubmischwald und offenen Höhenzügen und genießen immer wieder weite Ausblicke über die Donau-Lech-Ebene.

Geologisch bewegen wir uns auf spannendem Terrain. Der Höhenzug gehört zum Rand der Fränkische Alb. Seine Entstehung ist teilweise mit dem gewaltigen Nördlinger Ries verbunden, dessen Meteoriteneinschlag vor rund 15 Millionen Jahren große Mengen Gestein weit über die Region verteilte. Auch auf dem Jurarücken bei Donauwörth finden sich Spuren dieser Auswurfmassen.

Der Weg selbst führt durch abwechslungsreiche Natur. Entlang eines Waldlehrpfades, der uns ganz entspannt aufschlaut, stehen seltenere heimische Baumarten wie Holzbirne oder Mehlbeere neben klassischen Laubwaldbäumen wie Rotbuchen. Im Frühling sorgen Wildblumen wie Wiesenschaumkraut oder Ringelblumen für Farbtupfer zwischen den Gräsern, während über uns die Vögel um die Wette zwitschern. 🐦🌼

Für wasserbegeisterte Hunde gibt es unterwegs mehrere kleine Glücksmomente: Zwei Weiher im Wald laden zu ausgedehnten Planschpausen ein. Beide sind mit liebevoll gezimmerten Schutzhütten ausgestattet – perfekte Orte für eine Brotzeit. Auch an anderen Stellen stehen immer wieder Picknickbänke. Spannend: die Rast am Segelflugplatz. Wir sitzen genau darunter, wenn die Propellermaschine die Segelflieger hochzieht. Unser Hund brauchte allerdings einen Moment, um sich an die Riesenvögel zu gewöhnen. 🐾

Der Edelweißweg ist insgesamt eine eher unspektakuläre Tour – und gerade deshalb so angenehm. An einem sonnigen Frühlingstag, wenn es noch nicht zu heiß ist, passt hier alles zusammen: ruhige Waldwege, offene Höhen mit Fernblick und viel Freiraum für unseren Hund.

Seinen Namen verdankt der Weg übrigens nicht der Alpenblume Edelweiß. Vielmehr ist das Edelweiß das Symbol des Deutschen Alpenvereins. Die örtliche DAV-Sektion hat den Rundweg angelegt. Daher der Name.

Wer nach der Wanderung noch Lust auf einen kleinen Abstecher hat, kann den Tag in der Altstadt von Donauwörth ausklingen lassen. Die ehemalige Freie Reichsstadt liegt malerisch am Zusammenfluss von Donau und Wörnitz. Zwischen bunten Fassaden, viel Grün und Wasser lässt sich wunderbar noch eine entspannte Runde mit Hund drehen. 🐕

🥾🐾 Unter Füßen und Pfoten: Schmale, weiche Waldpfade und befestigte Forstwege wechseln sich ab. Dazwischen liegen immer wieder kurze Passagen auf geteerten Wegen, die landwirtschaftlich genutzt werden.

🪧Der Edelweißweg ist durchgehend sehr gut ausgeschildert. Verlaufen also fast unmöglich. Die Schilder stehen jedoch nur im Uhrzeigersinn.

🗺️Wegbeschreibung: Wir starten am Wanderparkplatz am Schießplatz im Donauwörther Stadtteil Parkstadt. Der Parkplatz liegt am Waldrand hinter einem Golfplatz und einer Wiese mit Wasserlauf.

Gegenüber der Parkplätze erwartet uns der unübersehbar markierte Edelweißweg. Wir folgen der Beschilderung durch den Wald. Auf diesem ersten Teilstück ist der Weg noch Waldlehrpfad. Unser Pfad biegt bald scharf links ab. Wir laufen vorbei an einer Streuobstwiese, passieren und kurz aufeinander folgend zwei kleine offene Schutzhütten aus Holz, jeweils mit einem Weiher in direkter Nachbarschaft. Immer wieder geht es über kurze Brücken weiter durch lichten Frühlingswald.

Kurz nach der zweiten Schutzhütte dreht unser Weg nach rechts in südliche Richtung. Wir passieren schließlich eine lange Holzbrücke und erreichen offenes Gelände. Weite Felder, eingerahmt von Wald. Über Feldwege laufen wir über den Höhenweg hinüber in Richtung Ortsteil Schäfstall. Bei klarem Wetter verwöhnt uns ein schöner Weitblick auf das Donautal.

Wir erreichen den Segelflugplatz und legen hier noch eine Rast ein. Dann halten wir uns rechts und spazieren auf dem breiten befestigten Wirtschaftsweg entlang des Segelflugplatz Richtung Wald. Unser Wanderweg biegt links ab. Am Waldrand leitet uns der Weg zur Auferstehungskapelle, die auf einer Wiese über Zirgesheim thront.

Zwischen Streuobstwiesen laufen wir hinab nach Zirgesheim. Hier treffen wir auf einen Wasserlauf. Amos nutzt begeistert die Gelegenheit für ein kühles Bad. Der Wanderweg bringt uns an der Kirche vorbei wieder bergauf auf einem Teersträßchen. Wir biegen scharf links ab und erreichen den Grillplatz am Kreuz auf dem Wichtelesberg. Bei Föhnlage zeigen sich von hier aus die Alpen am Horizont. Heute hängt der Duft nach Würstchen in der Luft.  An diesem schönen Tag nutzen gleich zwei Familien den Grill.

Wir biegen am Kreuz scharf rechts ab und folgen dem Wanderweg über eine Wiese hinauf auf den Schellenberg.  Oben angekommen, biegen wir rechts ab auf einen Wirtschaftsweg. Vorbei an einer weiteren Kapelle erreichen wir wieder das Teersträßchen. Wir halten uns links und bergauf, wenig später rechts und gelangen zu den ersten Häusern der Parkstadt. Zwischen Wald und Häusern laufen wir zurück zum Ausgangspunkt. Vor dem Einsteigen kann Amos noch im Bach plantschen, der am Golfplatz vorbeifließt.

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