Mönchsdeggingen, Donau-Ries: Rundwanderung Weiherweg
Neue Studien belegen, dass wir uns im Wald beim Gesang heimischer Vogelarten besonders gut entspannen. In diesem Sinne in die Rundwanderung auf dem Weiherweg in Mönchsdeggingen im Donau-Ries eine echte Relax-Tour. Sie führt uns über weite Strecken durch lichten Buchenwald. In den warmen Monaten begleitet uns ein vielstimmiges Zwitscherkonzert. 🐦 Selbst an sonnigen Tagen am Wochenende begegnen wir kaum einem Menschen.
Die Tour bringt uns in sanftem Auf und Ab entlang des Riesrands und durch Orte mit so schönen Namen wie Untermagerbein. 😊Ihren Namen verdankt die Runde einem einzigen Gewässer: dem Prälatenweiher. Dort, wo der dichte Schilfgürtel zurückweicht, können wasserbegeisterte Hunde abtauchen – eine Chance, die unser Amos direkt genutzt hat. Vom Prälatenweiher abgesehen, gibt es nur noch einen Bachlauf. Und den Hungerbrunnen mitten im Wald. Doch diese Karstquelle schüttet ihre Wasser nur alle paar Jahre aus. An warmen Tagen also Wasser für den Wauzi mitnehmen! Denn auf den offenen Flächen entlang des Wegs knallt die Sonne. Am Ende der Tour erwartet uns das Kloster Mönchsdeggingen (leider ist die einstige Klostergastwirtschaft geschlossen) und ein schöner Panoramablick über das Ries. Alles in allem eine wenig spektakuläre, aber entspannende Runde für Zwei- und Vierbeiner.
🥾🐾 Unter Füßen und Pfoten: Wir sind weitgehend auf befestigten Forstwegen unterwegs, nur kurze naturnahe Pfade lockern die Strecke auf. Schade für alle, die wie wir schmale Waldtrails lieben. Der Vorteil: Die Runde bleibt auch nach längeren Regenperioden oder in der Übergangszeit gut begehbar.
🪧 Der Weiherweg ist durchgehend gut ausgeschildert.
🗺️ Wegbeschreibung: Startpunkt der Wanderung ist der Parkplatz Almarin. Von dort halten wir uns bergauf und rechts. Wir laufen an einem ehemaligen Steinbruch mit Infotafel vorbei. Dann folgt ein idyllischer Abschnitt zwischen Magerwiesen Richtung Wald. Schon bald tauchen wir in den lichten Kalkbuchenwald ein, der weite Teile der Tour prägt.
Nach einiger Zeit erreichen wir die Kammerlochhöhle. Doch die liegt offenbar so gut versteckt, dass wir sie glatt übersehen haben.
Der Weg führt weiter durch den Wald Richtung Hungerbrunnen. Wir passieren die Karstquelle mit ihrem seit Jahren knochentrockenen Bachbett. In leichtem Auf und Ab wandern wir weiter durch den Wald, bis schließlich der Prälatenweiher vor uns liegt. Der kleine Weiher ist am Hauptweg dicht von Schilf umgeben. Deshalb folgen wir dem ausgeschildeten Pfad links ab vom Hauptweg um den See – und finden bald schon Stellen am Ufer, die unserem Hunde Zugang zum Wasser gewähren.
Einmal um dem See und zurück auf dem Hauptweg bringt uns der Forstweg bergauf, dann hinunter ins Kesseltal. Zwischen Wiesen und Feldern an einem Bachlauf entlang kommen wir nach Untermagerbein. Nach einer schönen Rast neben der Kirche mit Blick auf die Kirche durchqueren wir das Örtchen. Hier hätte es auch eine Einkehrmöglichkeit gegeben: im Landgasthaus „Zur Sonne“.
Heraus aus dem Ort halten wir uns links, überqueren die Hauptstraße und laufen zwischen Feldern stramm bergauf Richtung Wald. Hier halten wir uns rechts.
Bald geht es wieder bergab. Unter uns zeigt sich die Klosteranlage Mönchsdeggingen. Die Ursprünge des Klosters reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück. Die heutige Anlage entstand überwiegend im 16. Jahrhundert, später wurde die Kirche barockisiert und mit einer prächtigen Rokoko-Ausstattung versehen. Wegen ihrer reichen Innenausstattung trägt sie auch den Beinamen „Wies im Ries“. Die ganze Anlage scheint jedoch verlassen. Die besten Zeiten liegen hinter ihr. Doch vor dem Klostertor regt sich junges Leben: Auf der Weide am Kloster ist gerade ein Lamm zur Welt gekommen. Mit unserem Hund bleiben wir auf Abstand, um Mutter und Kind nicht zu stören. Der Wanderweg führt an den entspannten Schafen – und einigen sehr wachsamen Ziegen – vorbei bergauf.
Wir erreichen einen Aussichtspunkt mit Weitblick über das Ries und den Kraterrand. Eine Infotafel erklärt uns das Panorama. Weiter geht es durch den Wald. Nach einigen Schritten bergab passieren wir den Judenfriedhof und erreichen bald schon unseren Ausgangspunkt.
- Sommer/Herbst
- Winter/Frühling
- Einkehr möglich
- kostenlose Parkplätze
- (Überwiegend) Leinenpflicht
- Leinenpflicht in den ausgewiesenen Schutzgebieten

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