Weißbach: Vom Jochberg auf die Zwieselalm

gassi-guide(562 Touren)

Die Wanderung vom Jochberg in Weißbach hinauf zur Zwieselalm ist eine dieser Touren, bei denen das Verhältnis von Aufwand und Ertrag einfach großartig ist: der vergleichsweise moderate Aufstieg wird am Ende mit einem Panorama belohnt, das weit in das Reichenhaller Becken hineinreicht.

Wir bewegen uns hier an der Südflanke des Zwiesel, der mit 1.781 Metern Höhe der höchste Gipfel im Staufenmassiv ist – und damit höher als der häufig prominenter genannte Hochstaufen (1.771 m). Das Staufenmassiv gehört zu den Chiemgauer Alpen und bildet die markante Bergkulisse über Bad Reichenhall. Vom Almgelände aus öffnet sich der Blick tief hinunter ins Reichenhaller Becken: Man schaut auf die Kurstadt, das weite Tal der Saalach und die umgebenden Bergzüge. Wow! 🐶🤩

Ein markanter Punkt auf dem Weg ist das Kaiser-Wilhelm-Haus. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts (1903) von der Sektion Bad Reichenhall des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins errichtet und nach Kaiser Wilhelm II. benannt – Ausdruck der damaligen kaisertreuen Stimmung und der nationalen Begeisterung jener Zeit. Ursprünglich als Schutz- und Unterkunftshaus für Bergsteiger gedacht, dient es bis heute als bewirtschaftetes Berggasthaus und Stützpunkt für Wandernde.

Die Zwieselalm selbst ist eine klassische Almwirtschaft, die in der Regel von Mitte Mai bis Mitte Oktober bewirtschaftet wird. In dieser Zeit werden hier oben Kühe gehalten; die Alm ist Teil der traditionellen Weidewirtschaft im Staufenmassiv. Geschätzt wird sie für ihre aussichtsreiche Lage, die sonnigen Sitzplätze und die bodenständige Almverpflegung. Wer sehr früh im Jahr unterwegs ist, trifft die Hütte noch geschlossen an – was der Tour unseres Erachtens jedoch keinen Abbruch tut. Gerade weil wir an der Südseite unterwegs sind, ist die Wanderung oft schon zeitig im Frühjahr möglich: Die Sonne leckt den Schnee hier schneller weg als in schattigeren Lagen.

Diese Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz. Während die Alm noch im Winterschlaf liegt, blühen im Wald entlang des Aufstiegs großflächig Buschwindröschen. Die Bänke vor der Hütte stehen schon in der Sonne – ideal für ein Picknick, das man sich selbst mit hinaufbringt. Mit Hund bedeutet das: ausreichend Wasser einpacken – und kleine Hunde im Blick behalten. Denn die steinigeren Passagen können für kurzbeinige und / oder kurznasige Hunde fordernd sein.

Wer mag, kann die Tour ab dem Zwieselhaus mit einem Aufstieg zum Zwieselgipfel krönen. Der Weg gilt als einfach (blau), verlangt nur ein wenig Kondition und ist auch mit Hund gut zu bewältigen. Technisch keine Herausforderung.

🥾 🐾 Unter Füßen und Pfoten: überwiegend schön-wilde Bergsteige, meist steinig-wurzelig, Rest Forstwege

🗺️Wegbeschreibung:  Vom großen Wanderparkplatz am Ende der Jochbergstraße steigen wir zunächst auf einem schattigen Forstweg den Berg hinauf, dem Wegweiser Richtung Zwieselalm, Zwiesel und Zennokopf folgend. An der nächsten Kreuzung halten wir uns rechts. Wir folgen der Forststraße weiter durch den Wald bergauf. Bald zweig links vom Weg ein schmaler Bergsteig ab, der den Forstweg abkürzt und uns rasch bergauf bringt.

Wir kreuzen die Forststraße. Neben einer Bank steht ein geschnitztes Schild, das ein beladenes Maultier mit ebenfalls bepacktem Führer zeigt. Das Schild weist den hier abzweigenden Bergsteig als „Mulisteig“ aus. Der alte, sehr steinige Versorgungsweg zum Zwieselhaus führt uns in vielen Serpentinen Richtung Hütte.

Nach einem letzten recht steilen Anstieg kommen wir auf offenes Gelände. Über uns sehen wir bereits das Kaiser Wilhelm Haus und die Zwieselam. In weitem Bogen wandern wir hinauf zur Hütte. Zwar ist die jetzt zu Frühlingsbeginn noch nicht geöffnet. Die Bänke vor der Hütte bieten sich trotzdem für eine Rast mit herrlichem Blick ins Reichenhaller Becken an.

Der Steig zum Zwiesel führt direkt hinter der Zwieselalm bergauf. Doch für uns ist der Aufstieg an diesem Tag unmöglich – der Weg liegt unter Schneemassen begraben.

Nach einer Picknickpause in der Sonne steigen wir wenige Meter unseren Hinweg bergab, halten uns an der nächsten Weggabelung aber rechts. Wir folgen dem Bergsteig durch lichten Wald bergab. Der Weg mündet bald auf den Forstweg, der uns zurück zum Parkplatz bringt.

  • check Sommer/Herbst
  • check Winter/Frühling
  • check Wasser an der Strecke
  • check Einkehr möglich
  • check kostenlose Parkplätze
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