Ebermannstadt, Fränkische Schweiz: Rundwanderung Neideck-Grotten, Burgruine Neideck, Zuckerhut

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Diese abwechslungsreiche Runde durch Wald, Wiesen und die Höhen über dem Wiesenttal verbindet gleich drei Sehenswürdigkeiten miteinander: die Burgruine Neideck, die Neideckgrotten und – am Ende der Runde – den Aussichtsfelsen Zuckerhut. Mal laufen wir durch stillen Buchenwald, dann über offene Hochflächen. Dazwischen warten schroffe Felsen, mittelalterliche Gemäuer und viele schöne Plätze für eine ausgedehnte Brotzeit.

Die Burgruine Neideck gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz. Hoch über dem Wiesenttal gelegen, war sie einst Stammsitz der mächtigen Herren von Schlüsselberg und sicherte einen wichtigen Handelsweg durch das Tal. Nur wenige Minuten entfernt verbergen sich die Neideckgrotten zwischen den Kalkfelsen des Juragebirges. Sie entstanden über Jahrmillionen durch Verwitterung und Auswaschung des Gesteins. Die Fränkische Schweiz ist berühmt für ihre Höhlen und Grotten, mehr als tausend wurden hier bislang nachgewiesen. Auch wenn die Neideckgrotten nie zu den großen Schauhöhlen gehörten, vermitteln sie einen starken Eindruck davon, wie stark Wasser und Zeit diese Landschaft geformt haben. Weiterer Pluspunkt: Wir können sie mit Hund frei begehen.

Der dritte Höhepunkt wartet am Ende der Runde. Der Aussichtsfelsen Zuckerhut erhebt sich auf einem bewaldeten Höhenzug oberhalb des Wiesenttals. Sein Name erinnert an die charakteristische Form eines Zuckerhuts, und vom Gipfelkreuz aus reicht der Blick weit über die hügelige Landschaft der Fränkischen Schweiz. 🦋

Was uns besonders gut gefallen hat: die vielen Möglichkeiten für ausgedehnte Pausen vor komplett unterschiedlicher Kulisse. Mal sitzen wir auf den Mauern der Burg und schauen tief hinunter ins Wiesental. Mal genießen wir den Blick von der Bank an den Grotten auf die markanten Felsentürme und die gegenüberliegende Burgruine Streitberg. Und später säumen Kirschbäume den Weg zu einer weiteren Bank mit Aussicht über die offene Landschaft. Unser Tipp: reichlich Proviant einpacken und diese Tour mit viel Zeit genießen. Denn unterwegs findet ständig einen guten Grund findet, noch ein paar Minuten länger sitzen zu bleiben. 😋🐶

🧭 Orientierung: Der Weg zu Ruine und Grotte ist recht gut ausgeschildert, kreuzt sich jedoch mit vielen anderen Wanderwegen. Da kann man schon einmal den falschen erwischen. Die letzte Hälfte des Abstiegs vom Zuckerhut verläuft über kaum gepflegte Pfade. Ohne GPX-Track ist man spätestens hier ziemlich aufgeschmissen.

Unsere Empfehlung: Vor dem Start die GPX-Datei herunterladen!

Abkürzung: Wer sich den Marsch durch Felder und Weiler sowie den etwas abenteuerlichen Abstieg vom Zuckerhut sparen möchte, läuft auf dem beschriebenen Weg zu Ruine und Grotte – und auf demselben Weg wieder zurück. Auch als Streckenwanderung ist diese Route wunderschön. Der Zuckerhut lässt sich zudem auf anderem, direkterem Weg erobern.

⚠️🐕‍🦺 Wichtig für Hundemenschen: Der Naturpark bittet darum, Hunde an die Leine zu nehmen. Eine klassische Leinenpflicht besteht hier nicht. Wir waren während der Brut- und Setzzeit unterwegs und haben unseren Amos, der in der Regel zuverlässig auf den Wegen bleibt, deshalb an die Schleppleine genommen.

🥾🐾 Unter Füßen und Pfoten: Überwiegend schmale Waldpfade, befestigte Wander- und Wirtschaftswege sowie kurze Abschnitte auf kaum befahrenen Anwohnerstraßen.

🗺️ Wegbeschreibung: Vom Wanderparkplatz Rothenbühl aus folgen wir dem befestigten Forstweg bergauf und orientieren uns an den Wegweisern Richtung Burgruine Neideck. Der breite Forstweg geht bald in einen Pfad über, der zunächst am Waldrand entlang und später durch schönen Laubwald führt. An den Kreuzungen halten wir uns stets an die Beschilderung zur Burgruine.

Nach einem kurzen Abstieg erreichen wir eine größere Wegkreuzung. Hier halten wir uns links und laufen nahezu eben weiter zu den ersten beiden Höhepunkten der Tour: den Neideckgrotten und der Burgruine Neideck.

Zu den Grotten verlassen wir den Hauptweg nach rechts und folgen der Beschilderung. Ein kurzer, aber kräftiger Anstieg führt uns über mehrere Treppen hinauf zu den Grotten. Hinter einem Felsentor wartet eine Bank mit schönem Blick auf die gegenüberliegende Burgruine Streitberg. Ein kurzer seilgesicherter Abschnitt führt zu einer weiteren Grotte. Für Hunde ist dieser Abstecher allerdings nicht geeignet.

Anschließend steigen wir wieder zum Hauptweg hinunter und folgen der Beschilderung zur Burgruine. Über eine Holzbrücke gelangen wir in die Anlage. Der höchste Punkt der Ruine ist über eine Gittertreppe erreichbar. Unserem Hund, dem solche Treppen eher suspekt sind, haben wir diesen Aufstieg allerdings erspart.

Nach einer Rast auf der Burg laufen wir zunächst auf bekanntem Weg zurück zur großen Kreuzung. Dieses Mal halten wir uns dort scharf links und folgen dem Weg bergauf.

Bald verlassen wir den Wald und wandern durch offene Feldflur. Schließlich erreichen wir den Weiler Wartleiten. An einem Bauernhof biegen wir scharf links ab und spazieren vorbei an Kirschbäumen weiter bergauf Richtung Waldrand.

Den Wegweisern Richtung Birkenreuth und Zuckerhut folgend, wandern wir durch Wiesen und Felder. In Birkenreuth kommen wir an einem historischen Brunnen vorbei, durchqueren den kleinen Ort und verlassen ihn nach rechts. Zwischen Wiesen und Feldern geht es weiter zum Zuckerhut.

Der Wanderweg führt uns zurück in den Wald und bergauf zum Aussichtsfelsen. Dort erwarten uns ein Gipfelkreuz, eine Wellenbank und ein schöner Blick über die Fränkische Schweiz – ein idealer Ort für eine letzte Pause.

Vom Gipfel kommend halten wir uns rechts und folgen dem Wanderweg bergab. Jetzt heißt es aufmerksam bleiben und das Handy mit den GPX-Daten griffbereit halten. Nach einigen hundert Metern zweigt scharf rechts ein unbeschilderter Pfad ab, der auf den ersten Metern recht zugewachsen wirkt.

Von hier geht es im Zickzack über den bald besser erkennbaren Pfad bergab Richtung Ausgangspunkt, den wir etwa 20 Minuten später wieder erreichen.

  • check Sommer/Herbst
  • check Winter/Frühling
  • check kostenlose Parkplätze
  • error_outline In der Brut- und Setzzeit Hunde im Wald an die Leine nehmen.
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