Feld am See, Kärnten: Rundwanderung Feldpannalm auf Wöllaner Nock

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Aus der Zeit gefallen und der Welt entrückt fühlten wir uns auf dieser Rundwanderung zum Wöllaner Nock. Das liegt sicher an dieser besonderen Landschaft, die immer wieder überrascht. Die Route führt durch stille Lärchenwälder mit ihren im Frühjahr noch grauen Ästen, vorbei an ausgebleichten Baumskeletten. Einfach märchenhaft. Wenig später öffnen sich die für die Nockberge typischen weiten Grasrücken und sanften Mulden. Und ganz oben wartet mit der steinigen Gipfelkuppe des Wöllaner Nocks eine Umgebung, die an eine Mondlandschaft erinnert.

Dazu kommt die Aussicht. Sobald wir den Westrücken erreichen, begleiten uns die Blicke über die sanften Formen der Nockberge beinahe durchgehend bis hinter den Gipfel und hinunter zur Bergstation der Kaiserburgbahn. An klaren Tagen reicht die Sicht bis zu den Julischen Alpen mit dem markanten Triglav, dem höchsten Berg Sloweniens.

Viele Wanderer erreichen den Wöllaner Nock von Norden über die Kaiserburgbahn. Unsere Runde ab der Feldpannalm erschließt dagegen die ruhigere Westseite des Berges. Gerade in der Vorsaison, wenn die Bergbahn noch nicht in Betrieb ist, die Almen langsam aus dem Winter erwachen und die ersten Grüntöne in die Landschaft zurückkehren, entfaltet die Tour einen ganz besonderen Reiz. Die Schattierungen zwischen Schwarz, Braun, Beige, Gelb, Grau und Grün verleihen den Nockbergen dann eine ganz eigene Atmosphäre. Wie nicht von dieser Welt.

Mit der Feldpannalm, der Wegerhütte und den weitläufigen Almflächen verbindet die Runde aussichtsreiche Höhenwege mit typischer Kärntner Almenlandschaft.

Wer die Runde möglichst ruhig erleben möchte, sollte die Betriebszeiten der Kaiserburgbahn im Blick behalten. Die Sommerbahn fährt in der Regel von Anfang Juni bis Mitte Oktober, in der Hauptsaison täglich und in den Randzeiten an ausgewählten Wochentagen. Mit dem Start des Bahnbetriebs wird es rund um Gipfel und Bergstation meist deutlich lebhafter.

⚠️🐕‍🦺 Wichtig für Hundemenschen: Die Wanderung führt über weite Strecken durch Weidegebiet. Besonders empfehlen würden wir die Tour im späten Frühling, wenn der Schnee auf den Höhen weitgehend verschwunden ist, das Vieh aber noch nicht aufgetrieben wurde. Ebenso reizvoll ist der Herbst nach dem Ende der Weidesaison. Leinenpflicht auf den Weiden in der Saison!

🪧 Die Wanderung ist mit einigen Wegweisern und rot-weiß-roten Wanderzeichen gut markiert.

🥾 🐾 Unter Füßen und Pfoten: Wir sind auf meist weichen Bergsteigen unterwegs. Kurze Passagen über sandige oder grasige Fahrwege. Sehr angenehm für Pfoten.

⚠️🚗Achtung: Unser Ausgangspunkt liegt am Ende einer Mautstraße. Zufahrt von Feld am See über Rauthstraße Richtung Feldpannalm. Erstes Drittel asphaltiert, danach eine breite Schotterstraße, die sich auch mit einem Kastenwagen problemlos fahren lässt. Automatische Mazstation. Nur Münzlgeld (2026: 6 Euro)!

🗺️Wegbeschreibung: Ausgangspunkt unserer Tour ist die Feldpannalm. Von hier folgen wir dem Wegweiser Wöllaner Nock über Kleiner Nock und wandern auf dem Weg 167 auf einer Forststraße bergauf. Zu unserer Linken liegt die Wegerhütte, die wir erst auf dem Rückweg passieren werden.

Wir bleiben zunächst auf dem Fahrweg, der sich nach rechts wendet und an einem weiteren Parkplatz vorbeiführt. Am nächsten Wegweiser verlassen wir die Forststraße und biegen rechts auf einen Bergsteig ab. Zunächst geht es über offenes Almgelände, dann bringt uns der Weg in lichten Wald, der mit seinen noch wintergrauen Lärchen und ausgebleichten Baumskeletten märchenhaft wirkt. An unserem sonnigen Wandertag ist der Aufstieg schweißtreibend. Grund genug für eine erste Pause.

Weiter geht’s. Wir orientieren uns an den rot-weiß-roten Wanderzeichen und dem gut sichtbaren Pfad. Es geht zunächst weiter geradeaus, dann leicht links. Schließlich erreichen wir den Westrücken des Wöllaner Nocks – der aussichtsreiche Teil des Wegs beginnt. Die Abzweigung des Weges 169 nach Afritz ignorieren wir ebenso wie den Weg 1661 nach Oberwöllan. Stattdessen halten wir uns links, wenig später geradeaus und steigen weiter bergauf. Der Weg verläuft nun entlang eines Weidezauns, während wir den Wegweisern des Blumen- und Kräuterrundwegs folgen.

Schließlich erreichen wir den Kleinen Nock (2.000 m). Zeit für eine kurze Verschnaufpause mit herrlichem Blick zurück.

Der weitere Anstieg zum Gipfel verläuft auf einem steileren und zunehmend steinigen Bergweg. Schließlich stehen wir auf der felsigen Kuppe des Wöllaner Nocks (2.145 m). Ein großes Gipfelkreuz markiert den höchsten Punkt. Der Wöllaner Nock ist zugleich ein Knotenpunkt des Alpe-Adria-Trails. Passend dazu verrät das Gipfelkreuz, dass wir uns hier 2.145 Meter über der Adria befinden.

Super: das Fernrohr am Gipfel, das die umliegenden Berge bei der Durchsicht benennt. Von hier schweift der Blick über die Gipfel Österreichs, Italiens und Sloweniens. Auch unseren alten Bekannten entdecken wir wieder: den Triglav, den höchsten Berg Sloweniens.

Nachdem wir das Panorama ausgiebig genossen haben, folgen wir dem Wanderweg 109 bergab zur markanten Bergstation der Kaiserburgbahn. Mit ihrer massiven Architektur erinnert sie uns an eine Mischung aus mittelalterlicher Trutzburg und moderner Militäranlage.

Amos tobt durch die letzten Schneefelder am Wegrand. Hund im Glück! Anschließend passieren wir die Bergstation linksseitig und wandern weiter in Richtung Rossalmhütte. Unter uns verläuft die Mountainbike-Strecke.

Kurz vor der Hütte biegen wir scharf links ab und folgen dem Wegweiser Richtung Wegerhütte. Ein schöner Bergsteig führt uns bergab zu einer Brücke über den Feldpannbach. Nach einer kurzen Planschpause für Amos geht es weiter.

Bald mündet der Pfad in einen angenehm grasigen Fahrweg, dem wir bergab und talauswärts folgen. Vorbei an einigen alten Holzhütten, die von der Zeit zu Boden gedrückt wurden, wandern wir sanft bergab. Über eine ausgeschilderte Abkürzung geht es anschließend etwas steiler und weiter geradeaus hinunter.

Wir passieren einige Ferienhäuser und erreichen schließlich die Wegerhütte, die bei unserem Besuch leider noch geschlossen ist. Kurz darauf treffen wir wieder auf den Fahrweg unseres Aufstiegs. Auf ihm gelangen wir in wenigen Minuten zurück zu unserem Ausgangspunkt an der Feldpannalm.

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  • error_outline Hunde während der Weidesaison an die Leine! / Startpunkt an gebührenpflichtiger Mautstraße
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