Castañeras, Spanien: Wanderung Playa de Silencio und Playa La Caladoria
An der Westküste Asturiens nahe der kleinen Gemeinde Castañeras liegt die Playa de Silencio, die Bucht der Stille – für uns ein magischer Ort. Die muschelförmige Bucht mit ihrem Kieselstrand, rund 500 Meter lang, säumen steil abfallende Quarzitklippen. Vor der Bucht ragen Inselchen wie scharfe Zähne aus dem Meer. Das Wasser um die Inseln ist glasklar und changiert in allen Farben von hellstem Türkis bis dunklem Blau. Neben der Playa liegt offenes Grasland. Ein Bach gurgelt hindurch zum Meer und der Playa La Caldoria mit ihren Felsen, darin ein natürlicher Torbogen, durch den die Wellen gischten. Geolog*innen und Geograf*innen lieben die Playa de Silencio. Hier lassen sich die Prozesse besonders gut studieren, die über Jahrmillionen die Küstenlinie modeliert haben. Noch vor einigen Jahren galt die Playa de Silencio, wohl wegen ihrer Möwenkolonie von Einheimischen auch „Playa de Gavieiru“ genannt, als Geheimtipp. In den Sommermonaten reihen sich nun die Autos an der Zufahrtsstraße und die Bauernhöfe in der Nähe vermieten ihre Wiesen als Parkplatz. Wir waren mit unserem Hund im Winter hier – zwar nicht allein, aber die wenigen Besucher vertreuten sich über das Gelände. Und nur wenige laufen vor bis zur Playa La Caladoria.
Diese Wanderung ist zwar nur kurz, aber voller Höhepunkte. Wunderbar mit Hund zu durchstreifen. 🤩🐶 Wir hätten ewig hier bleiben können.
Ausgangspunkt ist der Parkplatz über der Playa mit beeindruckendem Tiefblick auf Felsen und Meer. Er liegt am Ende des namenlosen Sträßchens, das von der Hauptstraße N-632a zur Playa führt.
Vom Parkplatz laufen wir bergab, halten uns links und folgen dem Wanderweg in Kehren hinab zur Playa de Silencio. Eine Holztreppe bringt uns hinunter zum Strand. Nur bei Ebbe kann man die Bucht komplett ablaufen. So oder so: ein großartiger Anblick.
Wir steigen die Treppe wieder hinauf. Gegenüber der Bucht startet ein schmaler Wanderpfad recht steil bergab durch das Grasland. Ihm folgen wir. Wir laufen durch die weltentrückte Landschaft, die Amos genauso gut gefällt wie uns. Bald erreichen wir eine winzige Brücke, die uns über einen baumbestandenen Bach bringt. Der Bach führt uns in die kleine Playa La Caldoria. Hier strudelt er durch eine felsige Rinne ins Meer. Durch einen steinernen Torbogen branden ihm die Wellen entgegen. Auf der Wiese daneben hocken zwei Frauen auf Picknick-Decken und malen das Naturschauspiel. Wir gehen ein paar Schritte nach rechts und blicken auf die breite Playa de Baquera hinab. Wer gut zu Fuß ist, kann hier den kurzen Weg den Fels hinab zum Strand klettern.
Wir bleiben lange an diesem Ort und genießen einfach nur die Umgebung. Schließlich geht`s auf demselben Weg zurück.
Als besonders still haben wir die Playa de Silencio übrigens nicht empfunden. Die Wellen tosen ordentlich gegen die Felsen. Aber das war Musik in unseren Ohren. 😊
- Sommer/Herbst
- Winter/Frühling
- Wasser an der Strecke
- kostenlose Parkplätze
- Im Sommer kann es an Wochenenden voll sein. Dann gebührenpflichte Parkplätze an der Zufahrtstraße nutzen.
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