"Wir lieben die Natur" - Caro von Hopfenseil übers Bergwandern

Eine Sache kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen: Menschen die Hunde lieben, lieben die Natur. Im Fall von mir und Chilly lieben wir die Natur in all ihren Facetten, von den Bergen bis zum Meer, zu Wasser und zu Land. Wer einmal einen Berg bestiegen hat und neben dem Gipfelkreuz die Aussicht gemeinsam genossen hat, möchte das immer wieder tun! Wer einmal gemeinsam mit seinem Hund einen Berg bestiegen hat, wird es immer wieder tun!

Viele Hundebesitzer gehen mit Ihren Hunden regelmäßig im Wald und auf Wiesen spazieren, manche machen gemeinsam Sport. Viele waren auch schon mal am Meer, aber einen Berg gemeinsam zu erklimmen, das sollte jedes Mensch-Hund Team mindestens ein Mal gemeinsam erlebt haben!

Früher Start

Früh am Morgen machen wir uns auf den Weg in die Berge, das ist inzwischen schon ein Ritual geworden und Chilly weiß genau, welche Stimmung in der Luft liegt, wenn wir wieder zu einem neuen Abenteuer aufbrechen. Bereits am Abend vorher bereiten wir alles vor, sehen uns die Tour noch mal an, packen unseren Rucksack damit wir morgens keine Sekunde länger auf unser Abenteuer und den Berg warten müssen.

Vor Ort angekommen, werfen wir nochmals einen genauen Blick in unsere Karte und dann treten wir gemeinsam den Weg nach oben an. Manche Wanderungen gehen gemütlich dahin, man erledigt wenige Höhenmeter in mehr Zeit, andere Wanderungen sind anspruchsvoller, was die Kondition angeht und man erklimmt in kurzer Zeit viele Höhenmeter.

Begegnungen unterwegs

Oft geht es vorbei an grasenden Kühen (Hunde sollten hier immer eng beim Besitzer laufen und die Tiere in Frieden lassen!) oder auch an der ein oder anderen Alm, die zu einer kleinen Brotzeit einlädt. Auf dem Weg begegnen uns auch oft Mountainbiker und andere Wanderer, es versteht sich von selbst, dass Chilly dann stets eng bei mir läuft um niemanden zu bedrängen aber auch Chilly nicht zu gefährden. Den meisten anderen Wanderern kann Chilly auf dem Weg nach oben ein Lächeln ins Gesicht zaubern und nicht selten sammelt sie so einige Streicheleinheiten unterwegs.

Die letzten Meter zum Gipfel sind meist am anspruchsvollsten, aber hier setzt bereits die Freude darüber ein, bald oben angekommen zu sein und verleiht nochmals Energie. Wenn das Gelände immer unwegsamer wird, vertraue ich Chilly voll und ganz und sie sucht den besten Weg für uns beide und achtet immer darauf, dass ich den Anschluss nicht verliere, denn alleine wäre sie natürlich viel schneller! Dann eröffnet sich der Blick vom Gipfel und die Anstrengung des Weges ist nahezu vergessen. Meist sieht man umliegend weitere Berge und Seen sowie Ortschaften, es lohnt sich, die Dinge etwas genauer anzuschauen, den meistens wird einem dann erst bewusst wie weit man hier doch über Allem ist.

Brotzeit-Pause

Traditionell gibt es am Gipfelkreuz einen Eintrag in das Gipfelbuch sowie eine Brotzeit für Chilly und mich. Wenn wir dann wieder gestärkt sind und all die schönen Panoramen in unserem Gedächtnis gespeichert haben, treten wir den Weg nach unten an. Bei manchen Wanderungen kann man den Abstieg variieren, was wir auf Grund der Abwechslung immer bevorzugen.

Zurück im Tal wagen wir immer einen letzten Blick nach oben und damit auf das Abenteuer, welches wir heute wieder gemeinsam erleben durften.

Warum wir das machen? Weil wir nah an den Bergen leben und weil dieses Gefühl, so hoch oben mit Weitblick über die Dinge zu sehen und alles wieder zu relativieren uns erdet.

Was sollten Hund und Mensch fürs Bergwandern mitbringen?

Je nach Tour ist ein entsprechendes Fitnesslevel erforderlich, eine Grundfitness ist sicherlich immer hilfreich. Für sehr anspruchsvolle Touren sollten Mensch & Hund Erfahrung mitbringen.

Zum Menschen: Wer nach Ruhe sucht und naturverbunden ist, wer für die Anstrengung des Aufstiegs durch den Blick von oben entlohnt werden will und wer ein unvorstellbares Vertrauen zwischen sich und seinem Hund schaffen will, für den ist Bergwandern das Richtige.

Zeitlich gibt es sehr flexible Touren, die Kleinsten starten bei einer Stunde, lange Touren können über mehrere Tage gehen, denn Hunde sind auch in einigen Unterkünften erlaubt (unbedingt vorher klären!).

Die Kosten beziehen sich vor allem auf Ausrüstung und Verpflegung. In gutes Schuhwerk und funktionelle Kleidung sollte in jedem Fall investiert werden. Für anspruchsvolle Wanderungen ist außerdem ein gut sitzendes Geschirr empfehlenswert. Für Hunde sind insbesondere Touren geeignet, die (teilweise) an Gewässern entlangführen, da der Hund sich dort erfrischen kann.

Zum Hund: Durch die Verschiedenartigkeit der Touren sind diese auch für fast alle Hunde geeignet. Für anspruchsvolle Touren ist ein wenig Erfahrung seitens des Hundes nötig. Der Hund sollte grundsätzlich fit sein und über einen guten Gehorsam verfügen, vor allem eine gute Abrufbarkeit macht auf dem Weg nach oben vieles leichter. Der Hund sollte außerdem unerschrocken gegenüber fremden Menschen und Tieren sein. Bei einfachen Touren kann man in der Regel gut Abstand halten, bei anspruchsvolleren Touren wird es auch gerne mal eng. Für eine dreistündige Bergwanderung sollte der Hund konditionell einen vierstündigen Spaziergang in der Ebene gut meistern können.

Ausrüstung - Was braucht man dafür?

Als Mensch lernt man beim Bergwandern sehr gut, sich auf das Nötigste zu beschränken, denn alles muss auf den Berg getragen werden, da zählt jedes Gramm. Durch den Blick von oben lernt man wieder, was für ein kleines Puzzle-Teil man doch im großen Ganzen ist. Die Verbindung zwischen Mensch und Hund wird mit jedem gemeinsamen Gipfel stärker, da der Hund lernt, sich auf seinen Menschen zu verlassen und der Mensch besonders an schwierigen Stellen auch seinem Hund voll und ganz vertrauen muss. Und ihn gerne mal voran gehen lässt, da der Hund meist instinktiv den richtigen Weg finden wird. Das Gefühl am Gipfelkreuz, gemeinsam den Blick schweifen zu lassen und gemeinsam am Ziel angekommen zu sein verbindet bei jedem Aufstieg erneut. Klettersteige mit Hund sind eine ganz besondere Herausforderung, durchaus aber mit viel Erfahrung und Ausrüstung auch gemeinsam machbar.

Was braucht der Mensch: gute Wanderschuhe oder mindestens festes Schuhwerk und Funktionskleidung passend zur Jahreszeit. Einen guten Rucksack, Brotzeit und ausreichend Getränke.

Was braucht der Hund: ein Halsband, eine Leine, bei anspruchsvollen Touren ist ein Geschirr besser geeignet um den Hund zu sichern, eine Schleppleine. Ein Behältnis und Wasser für den Hund (die nötige Menge an Wasser für den Hund entspricht in etwa der gleichen Menge die der Mensch benötigt) und sicherheitshalber ein Erste-Hilfe-Set.

Über Caro und Chilly

Caro(lin Wessollek) und Chilly, 34 & 4, Selbstständig bei Hopfenseil/Labrador, aus der Hallertau, dort leben wir in einem Häuschen irgendwo im Nirgendwo.


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