Das perfekte Outdoor-Foto

Draußen gute Fotos zu machen ist immer wieder eine Herausforderung. Und wenn dein Hund sich dazu noch bewegt, wird es doppelt schwer, eine richtig gute Aufnahme hinzubekommen. Aber es gibt einige Tricks und Tipps. Wir haben uns Rat von einem Profi geholt. Chris Langbein wohnt in Bad Wiessee, fotografiert Architektur, Events und Porträts. Aber natürlich auch immer wieder die schöne Umgebung. Gerne auch mit Hund.

Chris, Licht, Schatten, Schlagschatten – welche Tageszeit und welche Jahreszeit bevorzugst du für deine Outdoor-Fotos?
Die Jahreszeit spielt für mich keine entscheidende Rolle, da jede für sich einzigartig ist. Besonders schön finde ich das Licht morgens und abends, in diesen Zeiten entstehen oft ausdrucksstarke und einzigartige Lichtstimmungen. Ein weiterer Vorteil ist dann auch, dass die Sonne recht tief steht, ein Gesicht zum Beispiel wird hier sehr schön ausgeleuchtet. Das Fotografieren in der prallen Mittagssonne sollte man jedoch vermeiden, da hier meist unschöne Schatten entstehen.

Worauf muss man bei beweglichen Motiven wie Hunden besonders achten?
Wenn sich ein Motiv bewegt darf nur mit sehr kurzen Belichtungszeiten fotografiert werden, damit das Foto „eingefroren“ wird. Viele Kameras verfügen über den Aufnahmemodus „Sport“ mit dem auch Anfänger sehr gute Ergebnisse erzielen können. Eine weitere Herausforderung ist die Schärfe des Bildes, da es oft nicht leicht ist ein bewegliches Motiv korrekt zu fokussieren. Einfacher wird es hier, wenn das Motiv direkt auf einen zukommt. Ist dies nicht der Fall gibt es auch hier einen guten Trick. Man fokussiert auf ein Objekt in der Laufbahn des Motivs und löst die Kamera aus, wenn es das Objekt erreicht hat.

Wie wählst du den besten Bildausschnitt?
Es gibt einige Techniken wie den „Goldenen Schnitt“ oder die „Drittel Regel“ welche man sich auf jeden Fall einmal ansehen sollte. Wer jedoch wirklich schöne Fotos machen möchte sollte seinen Blick weiterentwickeln. Dies geht sehr gut, wenn man bei schönen Fotos bewusst darauf achtet, wie diese in Szene gesetzt wurden.

Viele fotografieren mit ihren Handys, reicht das für ein gutes Foto?
Die Qualität moderner Handykameras finde ich bemerkenswert gut und denke, dass sie für sehr viele Anwendungsgebiete völlig ausreichend ist.

Welche Einstellungen sollte man vornehmen oder sind die automatischen Einstellungen moderner Handys ausreichend?
Die möglichen Einstellungen seines Smartphones sollte man sich auf jeden Fall einmal ansehen. Vom Gruppen-Selfie über Super Slow-Mo ist hier ja meist einiges geboten. Wer jedoch Einstellungen im „Pro“ Bereich verändert, der sollte schon wissen was er tut. Manche Handys können sogar im unkomprimierten RAW-Format fotografieren. Für jene die ihre Fotos im Nachhinein noch bearbeiten möchten ist dieses Format ein Muss.

Wenn das Handy nicht reicht und man in eine Kamera investieren möchte, was gehört neben dem Gehäuse zur Grundausstattung?
Das hängt sehr stark davon ab was man fotografieren möchte, wie viel Budget verfügbar ist und wie tief man in die Fotografie eintauchen möchte. Ich denke, mit folgender Ausrüstung ist man am Anfang recht gut aufgestellt:

– Weitwinkelobjektiv
– Teleobjektiv
– Aufsteckblitz
– Stabiles Stativ

Info

Chris Langbein hat sich schon als Kind für Fotografie interessiert, sein Opa war Reisefotograf und hat dem kleinen Chris geduldig vieles erklärt. Chris probiert ständig aus und sucht nach Verbesserungen. Er mag Hunde und ist gerne in der Natur unterwegs.

Mehr über Chris erfährst du hier.

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